Richard Jungmann nicht mehr Chef in Saarlouis

3.Liga Süd
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 Die Ära von Richard Jungmann (71) als 1. Vorsitzender des SC Saargold Lisdorf und Manager der HG Saarlouis ist am Sonntag zu Ende gegangen. In der ordentlichen Mitliederversammlung des SCL gab er den „Staffelstab“ der Vereinsführung, wie vor einem Jahr angekündigt, weiter.

Die Aufgaben, die Jungmann 15 erfolgreiche Jahre lang in der Vereinsführung mit großem persönlichen Engagement ehrenamtlich wahrgenommen hat, verteilen sich künftig auf mehrere Schultern. Als 1. Vorsitzender (einstimmig gewählt) übernahm Dr. Holger Gross den Staffelstab, als Sportlicher Leiter wurde Mathias Ecker einstimmig gewählt und für die Aufgaben der Vermarktung und Sponsorbetreuung wurde Peter Wassong einstimmig in den erweiterten Vorstand gewählt.

 „Es ist mir nicht leicht gefallen, aber es war der richtige Schritt zur richtigen Zeit.“, verabschiedete sich Jungmann („Es war mir eine Ehre.“) von seinen Aufgaben, ohne allerdings so ganz „seinem Verein“ den Rücken zuzukehren. Als neu gewähltes Ehrenmitglied gehört er weiterhin dem erweiterten Vorstand an, will gerne auch in Zukunft in beratender Funktion der neuen Führung seinen großen Erfahrungsschatz weitergeben.

Jungmann übergibt den Verein „gesund“ an seine Nachfolger weiter. Trotz des Abstiegs aus der 2. Liga, trotz der aktuellen Corona-Krise steht der Verein auch heute auf sicheren Füßen. Finanzielle Defizite wurden abgebaut („..keine fälligen Altschulden“), die Pläne für die weitere sportliche Stabilität umgesetzt, auch weil die Spieler mit Gehaltsverzicht und Treue zum Club ihren Beitrag leisten. Die HG Saarlouis wird so auch in der kommenden Spielzeit eine wettbewerbsfähige Mannschaft in der 3. Liga stellen, wie die Verantwortlichen um Präsident Arnulf Willkomm, Geschäftsführer Franz Josef Hoffmann und Mathias Ecker der Mitgliederversammlung versichern konnten. Vereinsmitglied Georg Jungmann, der in der Versammlung als „Wahlleiter“ fungierte, hob in einer Anmerkung das vorbildliche Engagement des Vereins in Sachen Prävention gegen sexuellen Missbrauch von Kindern hervor.

 Über allem schwebt allerdings das Thema Corona. Wann geht es sportlich wie weiter? Wann gibt es wieder Top-Handball in der Stadtgartenhalle? Diese Fragen müssen zunächst andere beantworten. Am 15. Juli will der DHB seine Konzepte für die neue Saison beschließen, dann muss die Politik ihre Zustimmung geben. Eines ist für alle Handballer aber auch klar: Ohne Zuschauer, wie bei den Profi-Fußballern, kann es Handball nicht geben, das können die Vereine vor allem im nicht professionellen Bereich finanziell nicht überleben.

Dass Corona sich im Bereich Sportsponsoring massiv bemerkbar gemacht hat, muss man auch in Saarlouis meistern. Obwohl die Pandemie eine Reihe von Unternehmen finanziell beeinträchtigt, haben wichtige Sponsoren auch weiterhin ihr Engagement bei der HGS angekündigt. Konkrete Abmachungen lassen sich hier aber erst treffen, wenn der Re-Start terminiert und die Bedingungen dafür entschieden sind. Bei der HGS ist man konzeptionell vorbereitet, aber „wir können nicht agieren, bevor wir nicht wissen, wann und wie es weitergeht.“

Das gilt vor allem auch für die Jugendarbeit (Jugend-Bundesliga) und die anderen Mannschaften der HG Saaarlouis, wie den Berichten aus den verschiedenen Bereichen zu entnehmen war.

Für den neuen 1. Vorsitzenden Dr. Holger Groß ist, wie er nach seiner Wahl verlauten ließ, aber eines klar: „Wir werden den von Richard Jungmann vorgegebenen Weg fortführen.“

 

 

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