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Aurich kassiert unnötige Niederlage

Foto: Stefan Luksch

3.Liga Nord-West
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Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich haben Sonnabend zwar bei einer Mannschaft verloren, die für sie nicht der Maßstab ist. Sie unterlagen beim TuS Spenge 25:28. Es wäre aber mehr möglich gewesen.

Enttäuscht sind die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Sonnabend vom Auswärtsspiel beim TuS Spenge zurückgekehrt. Sie hatten mit 25:28 Toren verloren. Bei einer Mannschaft, die zwar zu den Top-Teams der Liga gehandelt wird und deshalb nicht der Maßstab für sie ist. Eigentlich. Aber mehr wäre möglich gewesen. Eben deshalb war OHV-Trainer Arek Blacha am Ende auch so unzufrieden. Die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen, sei groß gewesen. „Aber wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt, einfache Fehler gemacht, Tore kassiert, die wir nicht hätten kassieren sollen“, so Blacha.

Letztere vor allem von Maximilian Schüttemeyer. Der kam nach rund einer Viertelstunde ins Spiel und traf aus dem Rückraum nach Belieben. Bis zur 48. Minute elfmal. Bei nur einem Fehlversuch zu Beginn. Blacha stellte seinen Abwehrblock mehrfach um. Egal wie, nichts klappte. Verhindern konnte der OHV Tore von Schüttemeyer nicht. An Frederick Lüpke im Tor lag es nicht, dass der 2,03 Meter große, zur Saison neu zum TuS gekommene Rückraumspieler ein Tor nach dem anderen erzielte. Im Gegenteil.

Lüpke knüpfte vielmehr an seine herausragende Leistung an, die er in der vergangenen Saison im Spiel beim TuS Spenge gezeigt hatte. Neben ihm verdiente sich Jonas Schweigart ein Extralob. Er zeigte seine mit Abstand beste Leistung dieser Saison, lenkte nicht nur den Angriff, sondern erzielte auch sieben Feldtore und verwandelte darüber hinaus alle vier Siebenmeter. Auch Wilke de Buhr machte seine Sache sehr gut. Er war es, der die Kreise von Schüttemeyer schließlich einengte. Nach dessen Dreierpack zum 24:17 für den TuS Spenge hatte Blacha in der 48. Minute die Auszeitkarte gesetzt.

Zurück kam eine Auricher Mannschaft, für die zum einen jetzt Edgars Kuksa im Tor stand, der ebenso zu einem starken Rückhalt wurde wie zuvor Lüpke. Zum anderen hatte Blacha die Abwehrtaktik geändert auf offensiver, mit de Buhr auf der vorgezogenen Position. Damit bereiteten die Auricher dem Gegner große Probleme. TuS-Trainer Heiko Holtmann reagierte bereits drei Minuten später und setzte zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit die Auszeitkarte. In der 55. Minute bereits zum zweiten Mal. Zwar hatte seine Mannschaft immer noch ein Polster von vier Toren. Aber nur deshalb, weil der OHV seine Chancen im Angriff nicht genutzt hatte.

Auch danach fand der TuS nicht wieder in die Spur. Der OHV verkürzte den Rückstand durch ein Tor von Jonas Wark und einen verwandelten Siebenmeter von Jonas Schweigart auf drei Tore. Verbunden mit dem Strafwurf war zudem die erste Zeitstrafe für einen Spieler des TuS Spenge. Da waren noch knapp vier Minuten zu spielen. Schweigart brachte den OHV in Überzahl sogar auf zwei Tore heran. Noch drei Minuten. Mit einer Einzelaktion verschaffte Bjarne Schulz seiner Mannschaft wieder etwas Luft. Er traf aus dem rechten Rückraum zum 27:24. Noch zweieinhalb Minuten. Ärgerlich anschließend kurz hintereinander Entscheidungen der Schiedsrichter, die eine Zeitstrafe gegen OHV-Teammanager Ewald Meyer zur Folge hatten.

Die Spielleiter hatten in der einen Situation bei einer Aktion von Kevin Wendlandt auf Stürmerfoul entschieden, in der anderen nach einem Foulspiel an Kreisläufer Nikita Pliuto nicht auf Siebenmeter, sondern auf Freiwurf. Was die Kommentatoren des TuS Spenge, die das Spiel am Mikrofon für das Internetportal sportdeutschland begleiteten, zu der Aussage veranlasste, den Ärger der Auricher Bank verstehen zu können.

Dabei hatte die Partie für den OHV vielversprechend begonnen. Der TuS Spenge zeigte Respekt. In den ersten zehn Minuten diktierten die Auricher das Geschehen. Die Abwehr machte es den Spengern schwer, aus dem Spiel heraus zu Toren zu kommen. Und dann war da ja auch noch Lüpke zwischen den Pfosten. Mit zunehmender Spieldauer aber drehte sich das Blatt. Trotz der Paraden von Lüpke. „Wir hätten zur Halbzeit höher führen können“, sagte TuS-Trainer Heiko Holtmann deshalb mit Blick auf die Leistung des OHV-Torhüters. Auf Seiten des TuS rückte aber auch immer mehr dessen Schlussmann Kevin Becker in den Blickpunkt und trug mit seinen Paraden dazu bei, dass der OHV am Ende leer ausging.

TuS Spenge – OHV Aurich 28:25 (15:11)

TuS Spenge: Becker, Hildebrand; Reinsch (1 Tor/davon 1 Siebenmeter), Holtmann, Harbert (3), Wolff (1), van Zütphen, Aufderheide, Ortjohann (1), Tesch (2), Breuer (5), Gräfe, van Boenigk, Schüttemeyer (11), Schulz (4).

OHV Aurich: Lüpke, Kuksa, Jungvogel; Cuk (2), de Buhr (3), Wendlandt (1), Günsel (1), M. Pliuto (1), N. Pliuto (2), Wark (2), Schweigart (11/4), Hertlein (1), Levak (1), Crnic.

Zeitstrafen: TuS 2 Minuten – OHV 4.

Siebenmeter: TuS 2/davon 1 verwandelt – OHV 4/4.

Schiedsrichter: Matthias Hallmann / Lars Lieker.

Zuschauer: 290.

Torfolge: 3:4 (10. Minute), 6:4 (13.), 8:7 (18.), 10:7 (20.), 12:9 (24.), 14:9 (27.), 15:11 (30.); 19:13 (38.), 21:17 (45.), 24:17 (48.), 26:22 (56.), 26:24 (58.), 28:25 (60.).

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