Leichlinger TV mit Punktverlust

(Foto: Verein)

3.Liga Nord-West
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„Es ist langsam schon etwas frustrierend. Grundsätzlich kann man der Mannschaft keine großen Vorwürfe machen - gerade bis zur Schlussphase. Die Jungs schmeißen immer alles rein und am Ende war es aufgrund der Personalprobleme sicher auch eine Kraftfrage. Aber insgesamt haben wir uns gerade am Ende wieder zu viele Fehler erlaubt", erklärte Björn Aust, Co-Trainer des Leichlinger TV am Sonntagabend bei der Pressekonferenz.

Wenige Augenblicke zuvor hatte der abermals verletzungsgebeutelte LTV im Drittliga-Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Ahlener SG 35:35 (17:16) gespielt, dabei allerdings bis zur 51. Minute noch völlig verdient mit 33:26 geführt. „Für uns fühlt sich das heute wie ein verlorener Punkt an. Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch, hätten das Spiel aber trotzdem nach Hause bringen müssen. Wir müssen uns jetzt bis zur Spielpause durchbeißen", ergänzte Aust nach dem hart umkämpften, aber stets fairen Duell im Ostermann Forum.

Bei den Pirates kehrten die zuletzt verletzten Außen Fynn Natzke, Vibulan Sivanathan und Jose Rosendahl rechtzeitig zum Vergleich mit den punktgleichen Gästen in den Kader zurück. Dafür fiel neben Alexander Senden (Syndesmose), Sebastian Linnemannstöns (Kreuzband) und Maurice Meurer (Schulter) auch noch kurzfristig Lars Jagieniak mit einer Knieverletzung aus. Aufgrund der fehlenden Alternativen stellten sich vor allem Rückraum mit Christoph Gelbke, Valdas Novickis und Maik Schneider sowie der Abwehrverbund des LTV praktisch von selbst auf.

Und dennoch erwischten die Blütenstädter trotz aller Widrigkeiten einen sehr ordentlichen Start. Angetrieben von Schneider, der bis zur 7. Minute alleine drei Treffer erzielte, ging das Hepp-Team mit 5:2 in Führung. Die Folge war die erste Auszeit der Ahlener um Ex-Leichlinger David Wiencek. Gelbke legte in Minute neun zunächst auf 6:2 nach. Beim Stand von 9:4 wurde dann in Kris Zulauf und Alexander Kübler gleich der gesamte Innenblock der Pirates mit Zeitstrafen bedacht. Dies nutzte die ASG, um auf 6:9 (14.) zu verkürzen. Doch im Anschluss an die Unterzahlsituation legte der LTV gleich auf 11:7 nach (17.). Allein: Anstatt die Gelegenheit zu nutzen, sogar auf 12:7 zu erhöhen, riss plötzlich der Faden. So schrumpfte die Führung binnen zwei Minuten auf 11:10 zusammen. Nun reagierte Hepp mit einem Time-out. Die Gäste stellten ihre Deckung fortan auf ein offensiveres System um und bedachten Novickis über weite Strecken mit einer Manndeckung. In Minute 21 gerieten die Hausherren erstmals in Rückstand - 11:12. Bis zur Pause entwickelte sich dann eine ausgeglichene Partie. Brisant aus Sicht der Gastgeber: Kapitän Kübler sah bereits in der 26. Minute die zweite Zeitstrafe und Alternativen für den defensiven Innenblock waren an diesem Tag äußerst rar. Gleichwohl konnte der LTV doch noch eine denkbar knappe 17:16-Führung mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Wiederanpfiff baute das Hepp-Team diesen Vorsprung nach Toren von Kübler und Natzke in nicht einmal 60 Sekunden auf 19:16 aus. Und die Pirates legten bis zur 37. Minute konsequent nach, so dass sich die Gäste bei einem 18:23-Rückstand erneut früh im Spielabschnitt dazu gezwungen sahen, eine Auszeit zu nehmen. Dennoch transportierten die Schützlinge von LTV-Coach Hepp diesen Vorsprung bis zur 43. Spielminute. Dann legte der Leichlinger Übungsleiter ebenfalls die Grüne Karte, um sein Team für die Schlussviertelstunde einzustellen. Dies sollte gelingen, denn die Blütenstädter blieben dran und setzten nach. Über 30:25 (48.) schraubten sie ihre Führung bis zur 51. Minute in Überzahl konsequent bis auf 33:26 in die Höhe.

Nun nahm die SG ihre letzte Auszeit und bedachte fortan Christoph Gelbke und Valdas Novickis mit einer Manndeckung. Und diese 4+2-Deckung zeigte Wirkung, denn während den Pirates nun offensiv gar nichts mehr gelingen wollte, verkürzten die Gäste in Überzahl innerhalb von nur sechs Minuten auf 32:33. So war die Begegnung vier Minuten vor dem Schlusspfiff wieder völlig offen. Und dann kam, was kommen musste: Während die Hepp-Schützlinge eine klare Doppelchance zum 34:32 ausließen, glichen die Ahlener zwei Minuten vor dem Abpfiff postwendend aus - 33:33. Erst Novickis brach den Bann und erzielte per Strafwurf das 34:33 für seine Farben. Nach dem erneuten Gästeausgleich war es dann Timo Blum, der 50 Sekunden vor dem Ende das 35:34 erzielte. Doch die Ahlener kamen kurz vor dem Abpfiff doch noch zum Ausgleich.

Am Samstag, 14. Dezember, empfangen die Pirates um 18 Uhr Zweitliga-Absteiger Rhein Vikings zum nächsten und letzten Heimspiel in diesem Jahr.

Pirates gegen Ahlen: Ferne, Mathes (Tor) - Schneider (8), Zulauf, Novickis (11/8), Kübler (3), Gelbke (5), Richartz, Blum (6), Graef, Natzke (2).

Nicht im Kader: Senden, Linnemannstöns, Meurer, Jagieniak (alle verletzt)

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