Nur eine Halbzeit reicht nicht für Leichlingen

3.Liga Nord-West
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„Glückwunsch an Hagen. Wir haben heute eine sehr ordentliche erste Hälfte gespielt und gut gekämpft. Aber am Ende war die Eintracht heute einfach besser und hat verdient gewonnen. Gerade in der Abwehr haben wir vor allem in der zweiten Hälfte nicht genug Zugriff bekommen",

erklärte Ingo Jacobi, Mitglied des LTV-Managements, wenige Minuten nach dem Abpfiff des Drittliga-Duells zwischen dem Leichlinger TV und Eintracht Hagen. Dieses hatte der hoch favorisierte Zweitliga-Absteiger im gut gefüllten und stimmungsvollen Ostermann Forum am Ende mit 39:32 für sich entscheiden können. Lediglich im richtig starken ersten Spielabschnitt, aus dem die Mannschaft von Pirates-Trainer Lars Hepp verdientermaßen eine 17:16-Führung hatte mit in die Pause nehmen können, lag eine Überraschung wie im Hinspiel in der Luft. Doch letztlich setzte sich der Tabellenzweite nach einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei souverän durch und nahm damit erfolgreich Revanche für die 29:30-Heimniederlage, die der LTV ihm damals überraschend zugefügt hatte. „Leichlingen hat uns in der ersten Hälfte alles abverlangt. Da wurde es bei uns in der Kabine auch lauter. Kompliment dafür. Am Ende haben wir uns nach der Pause gesteigert und sind froh, die zwei Punkte mit nach Hagen nehmen zu können", erklärte Eintracht-Trainer Stefan Neff.

In Abwesenheit des zuletzt so starken Lars Jagieniak (Schambein), der ebenso wie die langzeitverletzten Sebastian Linnemannstöns und Maurice Meurer zum Zuschauen verdammt war, starteten die Pirates stark. Gestützt auf David Ferne im Tor, der gleich in den ersten fünf Minuten vier Paraden verzeichnen konnte, legten die Blütenstädter nach fünf Minuten auf 3:1 vor. In der Folge entwickelte sich zwischen den Hausherren und den hochfavorisierten Gästen eine ausgeglichene Partie. Als das Hepp-Team nach einer Viertelstunde mit 9:7 in Führung lag, nahm die Eintracht die erste Auszeit der Begegnung. Doch am weitgehend ausgeglichenen Verlauf der Partie änderte sich bis zur 25. Minute nichts. Und so lag der LTV zu diesem Zeitpunkt gegen den Tabellenzweiten verdientermaßen weiterhin mit zwei Toren in Führung - 15:13. Vor allem Valdas Novickis war in dieser Phase in der Offensive von den Hagenern kaum zu bremsen und brachte sein Team mit 17:14 in Führung (28.). Eine kurze Durststrecke bis zur Pause nutzte die Eintracht jedoch, um bis auf 16:17 zu verkürzen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch. So legten die Pirates binnen kurzer Zeit zunächst auf 19:17 vor (32.), nur um dann in der 34. Minute erstmals in Rückstand zu geraten - 19:20. Nach dem Ausgleich zum 20:20 geriet das Hepp-Team dann erstmals mit zwei Toren in Rückstand. Der LTV-Coach reagierte beim 20:22 in der 35. Minute prompt und nahm seinerseits eine Auszeit. In der Folge berappelten sich die Hausherren kurzzeitig wieder etwas und blieben bis zur 40. Minute beim 24:26 auf Tuchfühlung mit dem Favoriten. Doch dann ging es ganz schnell: In nicht mal 90 Sekunden nutzte die Eintracht einige Leichlinger Fehlwürfe und Ballverluste eiskalt aus und zog bis zur 42. Minute auf 29:24 davon. Folgerichtig legte Hepp nun zum zweiten Mal die Grüne Karte. Im Anschluss keimte zwar beim 27:31-Zwischenstand eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal ganz leichte Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Doch letztlich taten sich die Blütenstädter immer schwerer damit, gegen die immer stabiler werdende Eintracht-Defensive zu Torerfolgen zu kommen. Dagegen konnte Hagen nach Ballgewinnen immer wieder über Tempospiel einfache Treffer erzielen. So steckten die Pirates zwar bis zum Schlusspfiff nicht auf, mussten die immer stärker agierenden Gäste jedoch in der Schlussphase Stück für Stück davonziehen lassen.

Am 1. März, gastiert der Leichlinger TV um 17 Uhr beim VfL Gummersbach II. Am Freitag, 6. März, empfangen die Schützlinge von LTV-Trainer Lars Hepp dann um 20 Uhr den TuS Volmetal im Ostermann Forum zum nächsten Heimspiel.

Pirates gegen Hagen: Ferne, Mathes (Tor) - Schneider (8), Novickis (6/2), Rosendahl, Kübler (4), Gelbke (1), Richartz, Blum (2), Natzke (1), Senden (6), Hilbert, Becher (2), K. Zulauf, Rosendahl.

Nicht dabei: Sebastian Linnemannstöns, Maurice Meurer, Lars Jagieniak (alle verletzt)

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