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Gallier erwarten die Eulen

(Foto: Uwe Serreck)

1.Bundesliga
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Es geht Schlag auf Schlag weiter. Den Mannschaften in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga bleibt keine Zeit um zu Verschnaufen. Kaum zurück aus Essen, steht für den HBW Balingen-Weilstetten mit dem Spiel gegen die Eulen Ludwigshafen der nächste Spieltag auf dem Programm.

Spielbeginn in der Balinger SparkassenArena ist am Donnerstag, 22. Oktober, um 19.00 Uhr. Die Leitung der Partie habe die beiden Unparteiischen Adrian Kinzel und Sebastian Grobe aus dem Elitekader des DHB.

Das war einfach nichts. Darüber waren sich nach dem Schlusspfiff in Essen alle im Klaren. Trainer Jens Bürkle (s. Foto) suchte auch nicht lange nach Ausreden, obwohl er nach der personellen, desaströsen Trainingswoche genügend gefunden hätte. Zeitweise hatte der Balinger Chefcoach tatsächlich nur neun Spieler im Training. Alle anderen, verletzt, angeschlagen oder krank. Wäre Lukas Saueressig nicht am Sonntag, ohne jegliches Vorbereitungstraining, der Mannschaft nicht noch hinterhergefahren, hätte Bürkle in der Sporthalle „Am Hallo“ keinen gelernten Spielmacher im Kader gehabt. „Wir hatten genügend Spieler auf dem Feld, die fit waren,“ ärgerte sich der Sportwissenschaftler vor allem über die Baustellen, die seine Mannschaft nicht in Griff bekommen hat. „Wir bekommen in der ersten Halbzeit zehn Aktion über den Kreis, obwohl das in der Vorbereitung ein Thema war. Unsere Abwehr war nicht stabil und auch der Rückzug hat nicht funktioniert“, bilanzierte er ganz nüchtern die Ursachen für die verdiente Niederlage.

Viel Zeit bleibt ihm nicht, mit seiner Mannschaft die Ursachen dafür zu suchen, dass die Vorbereitungswoche quasi für die Katz war. Kaum aus Essen zurück, begann für Bürkle und seine Jungs die Vorbereitung auf das nächste Spiel und das hat es in sich! Mit den Eulen Ludwigshafen kommt der nächste Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in die Balinger SparkassenArena. Wie die Balinger haben die Pfälzer bisher noch keinen Punkt auf der Habenseite. Sie haben die Verlustpunkte allerdings gegen Mannschaften kassiert, von denen derzeit allein drei unter den ersten vier zu finden sind. Sie haben zum Auftakt beim Überraschungs-Tabellenführer Leipzig deutlich verloren, sich im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen aber hervorragend geschlagen. Das Spiel war bis in die Schlussphase offen und die Löwen waren am Ende froh, dass sie mit einem 26:24-Erfolg die Punkte mit nach Hause nehmen konnten.

Eine noch spannenderen und bis kurz vor Schluss völlig offenen Schlagabtausch lieferten sich die Eulen mit dem TBV Lemgo Lippe. Erst mit dem Schlusspfiff konnte Lemgo mit dem Treffer zum 24:22 den Heimsieg endgültig eintüten. Lediglich nach der Niederlage am vergangenen Donnerstag gegen den SC Magdeburg haderte Eulen-Coach Benjamin Matschke mit seiner Mannschaft: „Ich bin nicht zufrieden. Es war kein gutes Spiel. Wir haben es nicht annähernd geschafft, Emotionen auf die 500 Zuschauer zu übertragen. Wir waren zu schwerfällig, es war nicht der gewohnte Heimspielcharakter.“ Was er damit meinte, hat in den vergangenen Spielzeiten die ganze Liga zu spüren bekommen. „Handball ist Männersport!“, erklärte kürzlich Handballikone Stefan Kretschmar und das wir von den Pfälzern wörtlich genommen. Wer durch die Eulen-Abwehr durchwill nimmt blaue Flecken in Kauf.

Mit der gesunden Härte des Männersports werden die Eulen Ludwigshafen auch in der Balinger SparkassenArena antreten. Schon vor Saisonbeginn machte Chef-Trainer Ben Matschke deutlich, dass das die wichtigen „Vier-Punkte-Spiele“ seien. Denn bei Punktgleichheit ist nicht mehr vorrangig die Tordifferenz entscheidend, sondern der direkte Vergleich. „Meine Aufgabe ist, die Mannschaft auf den HBW vorzubereiten. Das werde ich tun“, sagte Ben Matschke und der Ex-Balinger Jan Remmlinger fügte hinzu: „Wer mich kennt, der weiß, dass man mich nicht extra motivieren muss…“

Die Kampfansage steht also im Raum und den Kampf müssen Jona Schoch und Co bedingungslos annehmen. Einen Schönheitspreis gibt es am Donnerstagabend nicht zu gewinnen.

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