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In Göppingen ist Robustheit gefragt

(Foto: Verein)

1.Bundesliga
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Etwa 40 Kilometer östlich der Porsche-Arena, wo der TBV Lemgo Lippe dem TVB Stuttgart vor Kurzem einen Punkt abknüpfte, bestreitet der lippische Bundesligist sein nächstes Spiel auf fremdem Terrain:

Gegen Frisch Auf Göppingen erwartet TBV-Trainer Florian Kehrmann (s. Foto) eine Mannschaft, „die durch ihre Körperlichkeit hervorsticht.“ Anwurf in der EWSArena ist am Donnerstag um 19 Uhr.

Wie der kommende Gastgeber auf seiner Internetseite mitteilt, sind aufgrund der steigenden Infektionszahlen 468 Zuschauer für das TBV-Spiel zugelassen. Die krumme Zahl ergibt sich aus der Verordnung, die Mannschaften mit je 16 Spielern von den zugelassenen 500 Teilnehmern abzuziehen. Frisch Auf Göppingen hat sich dafür entschieden, die Plätze den Inhabern von VIP-Karten und Logenkunden zu überlassen.

Nach erst vier absolvierten Spielen – Göppingens Saisonauftakt in Essen ist bekanntlich auf den 26. November verschoben worden –rangiert der sechsfache Europapokalsieger derzeit auf Tabellenplatz elf. Eben dort, wo er sich auch nach Abbruch der Saison 2019/20 schlussendlich wiederfand. Dass man sich in der schwäbischen Handball-Hauptstadt aber zu Höherem berufen sieht, ist ein offenes Geheimnis. Mit dem kürzlichen 25:22-Sieg über die bis dato ungeschlagenen Leipziger keimt an der Fils in der Frühphase dieser Saison die Hoffnung, auf Sicht endlich wieder ein behagliches Plätzchen in der oberen Tabellenhälfte einnehmen zu können. Zuvor setzte es einen 28:23-Sieg gegen Lemgos kommenden Heimspielgegner Balingen-Weilstetten, eine 22:28-Niederlage in Magdeburg sowie ein 27:27 gegen Erlangen. Top-Scorer der Göppinger ist bislang Linksaußen Marcel Schiller mit 24/13 Toren.

„Wenn alle gesund sind, haben wir viel Qualität im Kader“, hatte Göppingens Sportchef Christian Schöne vor Saisonbeginn gesagt, wohl hoffend, dass Trainer Hartmut Mayerhoffer in dieser Spielzeit durchgehend auf Schlüsselspieler wie Sebastian Heymann und Nemanja Zelenovic wird zurückgreifen können. In der vergangenen Saison über Monate schmerzlich vermisst, stehen beide Akteure nach überstandenem Kreuzbrandriss (Heymann) respektive auskurierter Schulterverletzung (Zelenovic) bereits voll im Saft.

Kehrmann ist gewarnt: „In unserer Abwehr wird es darauf ankommen, den sicherlich sehr wurfgewaltigen Rückraum weit weg vom Tor zu halten.“ Gefahr droht am Donnerstagabend allerdings nicht nur aus der Distanz, auch die Spielfreude von Göppingens isländischem Nationalspieler Janus Smarason, „der immer wieder die körperlich sehr präsenten Kreisläufer sucht“, gilt es im Zaum zu halten: „Da kommt auf unsere derzeit sehr gute Defensive ein hartes Stück Arbeit zu.“

Auf der Gegenseite will Kehrmann mit besonnenem Angriffsspiel und Überraschungsmomenten die aggressive Göppinger Deckung um Jacob Bagersted und Tim Kneule vor Aufgaben stellen.

Einer, der beim letzten Auswärtserfolg des TBV in Göppingen die Angreifer schier zur Verzweiflung brachte, war Peter Johannesson. Mit damals 18 Paraden war er im September 2018 der Garant für Lemgos 24:20. Damals ließ die Lemgoer Deckung lediglich 14 Feldtore zu. Einen taktischen Ansatz, wie es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Göppingen wieder mit zwei Punkten klappen kann, hat Kehrmann parat: „Wir müssen versuchen, ihnen den Anlauf wegzunehmen und sie dann zu Fehlern zwingen.“

Das Schiedsrichtergespann bilden die Brüder Ramesh und Suresh Thiyagarajah aus Gummersbach. Bezahlsender Sky zeigt die drei morgigen Partien ab 18.30 Uhr in der Donnerstags-Konferenz auf Sky Sport 1 sowie die Begegnung Frisch Auf! gegen den TBV als Einzelspiel auf Sky Sport 4

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