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Mit Nilsson-Show zum Cup-Sieg

1.Bundesliga
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Da ist er, der erste Titel der Saison. Mit einem 31:28 (15:16) über Bundesliga-Rivale HBW Balingen-Weilstetten sichern sich die Rhein-Neckar Löwen den BGV Handball Cup 2020 und gehen mit einem guten Gefühl in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspiel-Start am 22. September.

Am Sonntagmittag in der Stuttgarter Porsche-Arena tun sich die Löwen lange schwer. Am Ende ist es eine Punktladung.

Apropos Landung: Sorgen macht den Löwen nach dem Endspiel des Vorbereitungsturniers die Verletzung von Jannik Kohlbacher. Der Klasse-Kreisläufer fällt in der ersten Halbzeit bei einem Zweikampf auf den Ellenbogen und muss fortan die Partie von der Bank aus verfolgen. Er reiht sich damit in die prominente Liste der Löwen-Verletzten und -Angeschlagenen ein, zu denen aktuell Mikael Appelgren, Alex Petersson, Albin Lagergren, Mait Patrail und Jesper Nielsen gehören. Am Sonntag steht folgende Startsieben auf der Platte: Andreas Palicka, Uwe Gensheimer, Lukas Nilsson, Andy Schmid, Niclas Kirkeløkke, Patrick Groetzki, Jannik Kohlbacher. Defensiv rücken Ymir Örn Gislason und Ilija Abutovic in den Innenblock.

Der Löwen-Start fällt, wie von Trainer Schwalb gefordert, deutlich besser aus als im Halbfinale gegen Göppingen. Nach dem 1:2 durch den stark beginnenden Tim Nothdurft schießen sich die Gelben in Überzahl und nach einigen überhasteten Abschlüssen Balingens 5:2 nach vorne (6.). Weil sich danach die Löwen einige Fehler leisten, steht es schnell wieder 5:5 (10.). Das BGV Handball Cup Finale ist vor allem aufgrund des Tempos äußerst sehenswert. Allerdings zeigen sich beide Teams nicht sonderlich konstant, leisten sich immer wieder Nachlässigkeiten und Schwankungen im Minuten-Takt.

Widergespiegelt wird das im Ergebnis: Zwischen dem 8:6 durch Uwe Gensheimer, dem 9:7 und 10:8 des in toller Frühform befindlichen Niclas Kirkeløkke (18.) und dem 13:16 durch den gegen Ende der Halbzeit auftrumpfenden Ex-Löwen Vladan Lipovina (28.) liegt eine aus Löwen-Sicht viel zu große Bandbreite. Coach Schwalb versucht in seiner Auszeit beim 12:13 (25.), genau diese Intensitäts-Differenzen abzuschalten. Ganz gelingen will das der Mannschaft nicht, die nach einer Hälfte voller Licht und Schatten mit 15:16 in die Pause geht.

Nach dem Seitenwechsel wird das Finale nicht unbedingt schöner, sondern eher härter, kleinteiliger, zerfahrener. Klarheit bringt in dieser Phase Neu-Löwe Lukas Nilsson. Die ersten vier Treffer der Mannheimer nach der Pause gehen auf sein Konto. Das sind lupenreine, gut ausgewählte Würfe. Dass die Löwen dennoch nach knapp 40 gespielten Minuten mit 19:20 zurückliegen, liegt daran, dass auch die Balinger immer wieder Lösungen finden – und diese auch sicher in Tore umwandeln.

Die erste Löwen-Führung seit dem 11:10 bringt ein Gegenstoß nach Ballgewinn durch Geburtstagskind Jerry Tollbring (21:20, 42.). Nilssons fünfter Treffer in Hälfte zwei stellt auf 22:21 (43.). Ein Passfehler Balingens spielt wieder Tollbring in die Hände, der cool auf 24:22 erhöht (45.). Weil es die Gelben jetzt vorne wie hinten konzentriert, aufmerksam und clever spielen, bleibt der Vorsprung konstant. Schmid mit all seiner Routine (26:23, 47.), Nilsson mit kurzem Armzug (27:24, 52.) sowie Palicka mit einigen schönen und vor allem wichtigen Paraden halten die Löwen auf Kurs Turniersieg.

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