Profi-Handballer aus Leipzig verzichten geschlossen auf Gehalt

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Wie in zahlreichen anderen Branchen, kämpfen auch viele Handballclubs infolge der ausbleibenden Zuschauereinnahmen, Sponsorenzuwendungen und TV-Gelder derzeit ums wirtschaftliche Überleben.

Bei den Handballern des SC DHfK Leipzig gibt es nun die ersten positiven Signale, um den finanziellen Verlusten, die sich laut aktuellen Kalkulationen auf bis zu einer halben Million Euro belaufen könnten, entgegenzuwirken.

Nachdem bereits gestern die Initiative „Teamsport Sachsen“ ins Leben gerufen wurde und die sächsische Landesregierung signalisierte, den Profivereinen im Freistaat beim Meistern der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, hat jetzt auch die Mannschaft des SC DHfK Leipzig ein starkes Zeichen gesetzt. Die Handballprofis des SC DHfK Leipzig haben sich geschlossen darauf verständigt, auf Teile ihrer Gehälter zu verzichten, um ihren Club in dieser wirtschaftlich angespannten Situation zu entlasten.

„Wir als Mannschaft sind in der aktuellen Situation natürlich bereit, über einen gewissen Zeitraum Gehaltskürzungen zu akzeptieren. Es geht schließlich darum, dass alles, was hier seit 2007 aufgebaut wurde, nicht verschwindet. Wenn ich außerdem vergleiche, wie manche Familien jetzt zurechtkommen müssen, wenn ihnen Einnahmen wegfallen, sind wir schon in einer wesentlich besseren Situation. Ich hoffe einfach sehr, dass sich die Situation beruhigt, schon allein, um die medizinische Betreuung für alle Menschen aufrechtzuerhalten“, sagt Kapitän Alen Milosevic.

„Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft! Sie nimmt diese schwierige Situation sehr verantwortungsvoll an und leistet mit ihrem Schritt einen ganz starken Beitrag dafür, dass wir die aktuelle Saison wirtschaftlich stabil beenden und damit auch einen soliden Grundstein für die Zukunft legen können. Gemeinsam mit unseren Jungs, allen Mitarbeitern, Fans und Sponsoren werden wir alles dafür geben, diese Zukunft positiv zu gestalten“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

Dabei sind jetzt vor allem Disziplin und Teamgeist gefragt um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus so gering wie möglich zu halten, die Vorgaben dazu konsequent umzusetzen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Der SC DHfK Leipzig und seine knapp 250 Partner und Sponsoren wollen die aktuelle Herausforderung gemeinsam bewältigen und gegenseitige Hilfe leisten. Da auch viele Wirtschaftsunternehmen vor unheimlich großen Herausforderungen stehen, unterstützen die DHfK-Handballer betroffene Personen, Partner und Sponsoren bei der Vermittlung von Bedarfs- und Hilfsangeboten, mehr denn je heißt es jetzt: Gemeinsam Vorbild sein!

So konnte der Verein bereits in dieser Woche ganz unkompliziert ein Betreuungsangebot für Kinder der Mitarbeiter eines Sponsors vermitteln. Bedarfsgesuche und Hilfsangebote (z.B. Kontaktvermittlungen, Kommunikationsservice, technischer Support, Einkaufshilfe, etc.) können beim SC DHfK angemeldet werden und der Verein vermittelt die entsprechenden Kontakte innerhalb des starken DHfK-Netzwerks. In der kommenden Woche soll dazu auch eine Biete & Suche Hilfsbörse auf der Webseite des SC DHfK Handball geschaltet werden

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