SC DHfK lässt Hannover keine Chance

(Foto: Rainer Justen)

1.Bundesliga
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Sich endlich wieder belohnen ! Mit diesem klaren Ziel vor Augen waren die Handballer des SC DHfK Leipzig, aktuell Achtplatzierter der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga,in das Heimspiel gegen den Tabellendritten TSV Hannover-Burgdorf gegangen.

Bereits in den vier Spielen zuvor mussten die DHfK-Männer gegen ein in der Tabelle besser platziertes Team antreten und hatten, abgesehen vom Auswärtssieg in Melsungen, trotz großartiger Leistungen dreimal mit einem Tor das Nachsehen gehabt. Am Sonntagnachmittag ließen sie allerdings keinen Zweifel daran, dass die Punkte diesmal in Leipzig belieben. Die Leipziger dominierten die Partie gegen das Überraschungsteam der Liga über weite Strecken und holten letztlich einen völlig ungefährdeten 30:27-Heimsieg.

Inder Anfangsphase hatte sich noch ein spannendes Bundesligaspiel angedeutet. Auf die1:0-Führung des SC DHfK durch Patrick Wiesmach hatte Hannover schnell eine Antwort parat und erspielte sich durch die Tore von Fabian Böhm und Ilija Brozovic selbst einen 1:2-Vorsprung. Allerdings sollte dies die einzige Führung der Recken in der kompletten Partie bleiben. Denn in der Folgezeit bekamen die 4495 Handallfans in der QUATERBACK Immobilien ARENA Einbahnstraßenhandball geboten. 3:2 durch Lucas Krzikalla, 5:3 durch Alen Miloseciv, 8:5 durch Franz Semper – die Leipziger erspielten sich peu à peu einen komfortablen Vorsprung.Und es wurde noch besser: Nach einer Parade von Joel Birlehm (s. Foto) spielte der junge Torhüter einen traumhaften Pass im Sitzen auf Lukas Binder, der zum 11:7 einnetzte, und kurz danach verwertete der Außenspieler einen weiteren Konterlauf zum 13:8. Die wie entfesselt aufspielenden Handballer des SC DHfK Leipzig hatten vor der Pause sogar die Chance, auf sechs Tore wegzuziehen. Patrick Wiesmach konnte die Chance von der Rechtsaußenposition allerdings nicht verwerten und Philipp Müller holte sich in der anschließenden Abwehraktion eine Zweiminutenstrafe ab. Somit konnten die Gäste aus Hannover in Überzahl zumindest nochmal aus 15:11 verkürzen, sodass die Partie zur Pause noch nicht entschieden war.

Nach Wiederanpfiff ließ eine Vorentscheidung jedoch nicht lange auf sich warten. Franz Semper erzielte in der 35. Spielminute bereits seinen fünften Treffer zum 19:13. Recken-Coach Carlos Ortega sah sich zu einer Auszeit gezwungen, aber schon im nächsten Angriff wurde seiner Mannschaft erneut der Wind aus den Segeln genommen. Kapitän Jens Vortmann parierte schon seinen zweiten Siebenmeter und abermals Franz Semper erhöhte auf 20:13. Die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf mussten so langsam aber sicher einsehen, dass sie am 1. Advent keine Punkte aus Leipzig entwenden werden. Nationalspieler Philipp Weber kam in der zweiten Halbzeit ebenfalls immer besser ins Spielund vollstreckte zum 22:15, 23:16 und mit einem wunderschönen Kempa-Tor zum 26:18. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Hausherren nicht nur mit acht Toren in Führung, sondern hatten auch im Torhüter-Duell (11:2 Paraden zu diesem Zeitpunkt) klipp und klar die Nase vorn.

Lukas Binder hätte die Führung der körperkulturellen Handballer gegen den Tabellendritten sogar auf zehn Tore ausbauen können. Aber die Leipziger agierten in der Schlussphase der längst entschiedenen Partie äußerst schludrig mit ihren Chancen. „Sonst hätten wir hier ein Debakel erlebt, weil Leipzig den Sieg viel mehr wollte. Das Endergebnis von 30:27 ist sehr geschönt“, musste selbst Hannovers sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen nach dem Match zugeben.

Carlos Ortega (Trainer TSV Hannover-Burgdorf): „Heute war Leipzig viel besser als wir. Wir haben in der Abwehr immer die Einsgegen Eins Duelle verloren und nie zu unserem System gefunden. Auch unser Angriff war heute nicht so gut, abgesehen von den letzten zehn Minuten, als das Spiel schon entschieden war. Darum ist der Sieg für den SC DHfK heute absolut verdient.“

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Ich bin sehr glücklich, weil wir über 50 Minuten unglaublich gut umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Es war spürbar, dass sich meine Jungs heute unbedingt belohnen wollten. Es war das fünfte Spiel in Folge, gegen eine Mannschaft,die in der Tabelle vor uns steht und wir hatten gefühlt eins zwei Punkte zu wenig aus diesen Spielen mitgenommen, obwohl wir immer auf Augenhöhe gespielt haben. Ich bin stolz über die Leistung, die wir über 50 Minuten gezeigt habenund die Art und Weise, wie wir uns den Sieg erkämpft haben. Natürlich hätten wir auch gern die letzten zehn Minuten noch gewonnen und es ist schade, dass wir am Ende ein besseres Ergebnis verschenkt haben.Aber ein solcher Sieg ist uns hundert Mal lieber als das, was wir in den letzten Wochen häufig erleben mussten.“

SC DHfK Leipziggegen TSV Hannover-Burgdorf 30:27(15:11)

SC DHfK: Vortmann, Birlehm; Semper 9, Binder 4, Krzikalla 3/3, Weber 3, Mamic 2, Milosevic 2, Wiesmach 2, Witzke 2, Gebala 1, Janke 1, Roscheck 1, Müller, Remke

Hannover: Lejak, Ebner; Kastening 6/2, Böhm 4, Brozovic 3, Olsen 3, Pevnov 3, Cehte 2, Feise 2, Jönsson 2, Martinovic 1, Patrail 1

Siebenmeter:Leipzig 3/3, Hannover 2/5 Zeitstrafen:Leipzig8Min, Hannover 4Min Zuschauer:4495 Handballfans in der QUATERBACKImmobilien ARENA

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