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Zebras sind zurück: Mittwoch Heimspiel

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weinhold steffen kiel ingrid anderson jensenEndlich wieder zu Hause: 22 Tage und 8.500 Reisekilometer nach dem bisher letzten Bundesliga-Heimspiel Ende September kehren die "Zebras" am Mittwoch in ihr "Wohnzimmer" zurück. Um 19 Uhr empfängt der THW Kiel die TSV Hannover-Burgdorf in der heimischen Sparkassen-Arena zum Duell um wichtige Punkte in der DKB Handball-Bundesliga.

Noch gibt es einige Tickets für das Spiel, das nicht live im Fernsehen gezeigt wird. Informationen liefert der Ticker auf der THW-Homepage.

Die "Zebras" sind zurück in der Landeshauptstadt - und freuen sich auf ihr erstes Bundesliga-Heimspiel nach 22 Tagen. "Nach fünf Auswärtspartien in Folge sind wir alle froh, nach unserer 'Europa-Rundtour' endlich wieder zurück in der Sparkassen-Arena zu sein", sagt Steffen Weinhold (s. Foto). Auch Andreas Wolff ist gespannt darauf, wie es sich anfühlen wird, wieder zu Hause zu sein: "Vor einem Spiel mal im eigenen Bett zu schlafen, wird nach den vergangenen Wochen in unzähligen Hotels eine ganz neue Erfahrung", sagt der Kieler Torhüter mit einem Augenzwinkern. Für Trainer Alfred Gislason zählt am Mittwoch nur ein Sieg: "Wir werden alles dafür tun, um als Gewinner vom Feld zu gehen. Aber Burgdorf ist ein unangenehmer Gegner, was wir auch in der vergangenen Saison einmal mehr vor Augen geführt bekommen haben."

Bis jetzt gab es für die selbst ernannten "Recken" in Kiel in sieben Spielen nichts zu holen. Allerdings hat das vergangene Jahr gezeigt, dass es in der "stärksten Liga der Welt" keine Garantie auf Ewigkeit gibt. Erst die 10.285 THW-Fans halfen ihrer Mannschaft damals aus dem 19:23-Tal (45.) und pushten die Zebras zu einem 33:29-Sieg. Im Rückspiel gaben die Kieler beim 30:30-Unentschieden erstmals einen Punkt gegen die TSV ab, zuvor hatten die "Zebras" 13 Mal gewonnen (mehr Informationen in der Gegnerstatistik im THW-Archiv).

Am Mittwoch stehen die Recken - das Synonym steht für Krieger oder Kämpfer und nicht für Riesen wie angesichts der Größe von Torhüter Malte Semisch (2,08 Meter) und Kreisläufer Erik Schmidt (2,04 Meter) vermutet werden könnte - in der Sparkassen-Arena auf dem Prüfstand. Zunächst gelang den Schützlingen von Trainer Jens Bürkle mit 6:2 Punkten der beste Bundesligastart seit der Zugehörigkeit zum Oberhaus. Doch die Euphoriewelle schwappte auch nach dem 26:23 gegen die HSG Wetzlar nicht über die Leine hinaus, weil nacheinander drei Spiele verloren gingen. Besonders bitter war das 27:30 bei dem bis dahin sieglosen HBW Balingen-Weilstetten. Deshalb kam der Partie gegen GWD Minden am vergangenen Sonntag eine besondere Bedeutung zu. Der nur 57 Kilometer entfernte, aber in einem anderen Bundesland beheimatete Nachbar ist seit vielen Jahren ein harter Rivale. Mit einem 35:27-Sieg lösten die Grün-Weißen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt diese Aufgabe souverän.

Jetzt sind die "Recken" wieder auf Kurs. Ihr Ziel: Im achten Bundesligajahr wollen sich die Niedersachsen dauerhaft in den Top10 etablieren. "Ich glaube, dass es bei den Recken seit mehreren Jahren eine konsequente Weiterentwicklung gibt. Der Verein wird von Jahr zu Jahr größer und besser", sagt Goalgetter Morten Olsen. "In diesem Jahr spielen wir beispielsweise fünf Mal in der großen TUI Arena. Es geht also immer nach vorne, und das gefällt mir", so der Olympiasieger Morten Olsen. Ein wichtiges Teil in dem TSV-Puzzle ist Trainer Jens Bürkle, der vor kurzem seinen Vertrag bis 2019 verlängerte. "Wir haben viele erfahrene Spieler, welche sich weiterentwicklen wollen", ist Bürkle überzeugt.

Schließlich tragen unter anderem zwei Olympiasieger und zwei Europameister den grünen Dress. Die Dänen Morten Olsen und Casper U. Mortensen gewannen bei den Spielen in Rio gemeinsam mit THW-Kreisläufer Rene Toft-Hansen und Torhüter Niklas Landin die Goldmedaille, während Kai Häfner und Erik Schmidt im Januar mit der deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft als Sieger beendeten. Häfner holte zudem am Zuckerhut Bronze. Der 27-jährige Linkshänder nimmt im rechten Rückraum eine tragende Rolle ein und ist mit Olsen Topwerfer der Recken.

"Wir haben teilweise sehr gut gespielt, haben aber auch schon Punkte liegen lassen", sagt deshalb Olsen, der gegen den THW Kiel meist eine überragende Leistung ablieferte. "Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir erneut sehr starkes Verletzungspech haben." Denn gleich im ersten Saisonspiel verletzte sich Sven-Sören Christophersen am Daumen und musste sich ebenso einem operativen Eingriff unterziehen wie Csaba Szücs (Achillessehne). Deshalb wurde die TSV noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv und lotste Kasper Kisum an die Leine. Der Rückraumspieler war nach Auslaufen seines Vertrages beim TVB 1898 Stuttgart zum norwegischen Erstligisten Elverum HB gewechselt, kehrte nach zwei Monaten im Norden Mitte September aber wieder in die Bundesliga zurück und ist jetzt nach Fabian Böhm, der von Balingen nach Hannover wechselte, der zweite "echte" Neuzugang der Niedersachsen.
Noch einige Karten verfügbar

Für die Partie, die am Mittwoch um 19 Uhr von den beiden Unparteiischen Christoph Immel und Ronald Klein angepfiffen wird, gibt es noch einige Karten im freien Vorverkauf (jetzt Tickets sichern!). Für alle, die den THW Kiel nicht live in der Sparkassen-Arena unterstützen können, liefert der ausführliche Liveticker auf der THW-Homepage Informationen über das Spielgeschehen. Dieses wird im Live-Interview mit Neuzugang Raul Santos nach dem Spiel in der "Fan-Arena" natürlich auch Thema sein. Für ihre Heimpremiere im Oktober haben sich die Kieler eine Menge vorgenommen. "Wir wollen oben dranbleiben - und dafür brauchen wir unsere Fans und zwei Punkte gegen Hannover", sagt Weinhold. Auf geht's zum Heimspiel, Kiel!

Fotografin: Ingrid Anderson-Jensen

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