Interview der Woche mit Robert Weber

(Foto: Popova)

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Magdeburgs langjähriger Torjäger Robert Weber (s. Foto) wird den SCM am Ende der Saison nach zehn Jahren verlassen. Umso größer ist sein Wunsch, sich mit einem Titel zu verabschieden.

Diese Chance bietet sich den Magdeburgern beim REWE Final Four 2019 am 6./7. April in der Hamburger Barclaycard Arena. Im Interview berichtet Weber von den emotionalen Momenten nach seinem ersten Pokaltriumph 2016 und wie er die Magdeburger Fans erlebt.

Robert, du spielst deine zehnte Saison beim SC Magdeburg, wirst den Verein aber nach der Saison verlassen. Da wäre der Pokalsieg doch sicher ein schöner Abschluss deiner Magdeburger Zeit.

Robert Weber: Auf jeden Fall. Ich hatte mir generell zum Ziel gesetzt, in meiner letzten Saison einen Titel mit dem SCM zu gewinnen. Leider ist der DHB-Pokal der einzige, der noch möglich ist. Umso mehr setzen wir als Mannschaft alles daran, dort so fit wie möglich und bestens vorbereitet anzutreten.

2016 habt ihr letztmals triumphiert. War das der Höhepunkt deiner langen Zeit beim SCM?

Robert Weber: Muss man fast so sagen (lacht), weil es in den zehn Jahren bisher der einzige Titel war. Jeder Titel ist ein Höhepunkt für einen Sportler und da es der erste und einzige bis dato war, war das schon etwas ganz Besonderes. Gerade hier in Magdeburg, wo sowieso alle sportverrückt sind. Als wir den Pokal mitgebracht und dann auf dem Rathausbalkon gefeiert haben, das waren schon sehr ergreifende Momente.

An was erinnerst du dich besonders gerne zurück?

Robert Weber: Ich hab alles auf Video auf dem Handy dokumentiert und ab und zu, in sentimentalen Augenblicken, schau ich mir das auch gerne wieder an. Wenn ich überlege, wie wir schon in Hamburg im Foyer mit den Fans gefeiert haben oder den Pokal mit Polizeieskorte nach Magdeburg gebracht haben, wie uns die Fans in Empfang genommen haben, die das Spiel beim Public Viewing verfolgt haben, das war schon sehr, sehr cool.

Spürst du diese Euphorie auch in diesem Jahr wieder?

Robert Weber: Ich habe mit vielen Leuten gesprochen und für die ist das das Highlight der Saison. Die freuen sich schon das ganze Jahr darauf. Wenn ich daran denke, wie die letzten Karten im freien Verkauf rausgingen und die Leute schon früh morgens bis zum Nachmittag gewartet haben, bis die Kasse endlich aufmacht, dann zeigt das, dass die Fans hier schon speziell verrückt sind nach Handball.

Um den Traum vom zweiten Titel zu verwirklichen müsst ihr im Halbfinale die TSV Hannover-Burgdorf schlagen. In der Liga habt ihr mit 34:23 gewonnen und auch aktuell wieder einen starken Lauf. Was erwartest du für ein Spiel im Halbfinale?

Robert Weber: Das ist schwer zu sagen. Hannover wird zwar der vermeintlich leichteste Gegner beim REWE Final Four sein, das ist aber immer mit Vorsicht zu genießen. Als wir 2016 gewonnen haben, hatten wir den Bergischen HC im Halbfinale und haben erst in der Verlängerung gewonnen. Hannover hat trotz der Tabellenposition eine sehr, sehr gute Mannschaft und da müssen wir auf der Hut sein!

Im anderen Halbfinale trifft der THW Kiel auf die Füchse Berlin. Wenn du dir die Besetzung anschaust, wie schätzt du eure Chancen auf den Titel ein?

Robert Weber: 25 Prozent (lacht). Jede Mannschaft, die da antritt, hat die Chance auf den Titel. So blöd es klingt, es kann jeder jeden schlagen. Das sieht man ja auch in der Liga, die bis auf Flensburg so nahe zusammengerückt ist. Da die Flensburger aber nicht dabei sind, denke ich, dass es sehr knapp zugehen wird. Da können wir auch keine Kräfte sparen im Halbfinale und müssen mit hundert Prozent zu Werke gehen und schauen, ob es fürs Finale reicht. Und dann ist sowie so egal wer da kommt, da ist man so voller Adrenalin, dass man sowieso alles raushaut.

Vielen Dank für das Gespräch!

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