Flensburg knackt Löwen-Hürde

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Das war ein österliches Ausrufezeichen! Die SG Flensburg-Handewitt behauptete sich bei den Rhein Neckar Löwen mit 26:23 (12:8) und baute damit ihren Vorsprung in der DKB Handball-Bundesliga auf vier Pluspunkte aus.

„Wir haben in erster Linie zwei Punkte gewonnen“, freute sich SG Trainer Maik Machulla im ARD-Interview. „Zudem haben wir enorme Moral gezeigt, was für die Zukunft noch wichtig sein wird. Jetzt weiß jeder, dass wir auch vor einer so großen Kulisse bestehen können.“

Für ein Spitzenspiel vor 13200 Zuschauern braucht es eine starke Abwehr: Deshalb entschied sich Maik Machulla dafür, in den Mittelblock der 6:0-Abwehr neben Tobias Karlsson den langen Dänen Simon Hald zu stellen. Im Rückraum starteten Jim Gottfridsson, Rasmus Lauge und Magnus Rød, der die ersten beiden SG Treffer erzielte. Zunächst hatten die Rhein-Neckar Löwen kleine Vorteile, doch Benjamin Buric legte mit einem lange Pass für Hampus Wanne auf. Der Schwede klatsche den Ball zum 3:3 in die Maschen. Während hinten die Effizienz stimmte, haperte es im Angriff etwas. Nur drei Treffer nach einer Viertelstunde! Deshalb trommelte Maik Machulla seine Jungs für eine kurze Besprechung zusammen. Gleich danach schlüpfte Jim Gottfridsson durch und glich zum 4:4 aus.

Zwar fiel die SG noch einmal zurück, doch dann nahm sie das Zepter fest in die Hand. Der eingewechselte Gøran Johannessen leitete mit einem Doppelschlag die beste Phase der SG ein. Ein herrlicher Pass von Hampus Wanne auf Simon Hald schloss den 5:0-Lauf zum 7:10 ab. Die Deckung variierte zeitweise mit der 5:1-Formation und „Spitze“ Rasmus Lauge. Benjamin Buric durfte immer häufiger nach einer Parade sein berühmtes Lächeln aufsetzen. Ein weiterer Gegenstoß mündete bei Lasse Svan, der mit dem 8:12-Halbzeitstand für einen weitere Dämpfer unter den meisten der 13200 Zuschauer sorgte. „Hinten standen wir hervorragend, vorne haben wir nach einer Viertelstunde die nötige Ruhe gefunden“, beobachtete Holger Glandorf

Nach der Pause beantwortete die SG die Gegentreffer zunächst mit einer konsequenten schnellen Mitte. Als dann Benjamin Buric den nächsten Wurf hielt, erhöhte Simon Hald im Gegenzug auf 10:15. Den Positionsangriff prägten nun Jim Gottfridsson und Gøran Johannessen, der fast ansatzlos das 12:17 markierte. Als sich urplötzlich die Fehler häuften, brachte Maik Machulla mit Johannes Golla und Holger Glandorf zwei frische Kräfte. Der routinierte Linkshänder brach durch zum wichtigen 17:19. Das Glück war in dieser Phase allerdings nicht mit der SG. Ein Wurf von Jim Gottfridsson flog an den Pfosten. Den Abpraller befördere Mads Mensa Larsen direkt ins verwaiste SG Gehäuse. 20:20!

Die Moral war aber intakt. Rasmus Lauge und Jim Gottfridsson brachten die SG wieder mit zwei Toren nach vorne. Während die Löwen nun Mikael Appelgren zwischen die Pfosten stellte, glänzte Benjamin Buric mit einem tollen Fuß-Reflex gegen Vladan Lipovina. Rasmus Lauge übernahm in der Offensive immer wieder Verantwortung und warf das 23:25 heraus. Hinten begeisterte Simon Hald mit tollen Blocks im Abwehrzentrum. Sein finaler Treffer war schon die Gala. Wenige Sekunden später fand sich der Däne in der Jubeltraube wieder, während 200 SG Fans im Oberrang feierten. „Diese Leistung hat mich nicht überrascht, aber sie macht mich stolz“, sagte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Die Mannschaft war wirklich sehr fokussiert.“

Rhein-Neckar Löwen – SG Flensburg-Handewitt 23:26 (8:12)

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren (2 Paraden, ab 50.), Palicka (9 Paraden) – Schmid (5/3), Mensah (3), Groetzki, Guardiola (1), Sigurdsson (4), Kohlbacher (5), Lipovina (3), Fäth (2), Abutovic

SG Flensburg-Handewitt: Buric (12 Paraden) – Karlsson, Golla, Hald (3), Glandorf (1), Svan (3), Wanne (3/1), Zachariassen, Johannessen (5), Gottfridsson (4), Lauge (4), Rød (3)

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf);

Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Abutovic 2, Kohlbacher 2, Guardiola 2 – Karlsson 4, Hald 2);

Siebenmeter: 3/3:1/1;

Zuschauer: 13200 (ausverkauft)

Spielverlauf: 1:0 (2.), 3:1 (6.), 3:3 (8.), 4:4 (16.), 6:4 (18.), 7:5 (19.), 7:10 (25.), 8:10 (27.) – 9:12 (31.), 10:13 (34.), 10:15 (36.), 11:16 (37.), 12:17 (39.), 15:17 (41.), 17:18 (44.), 18:20 (45.), 20:20 (47.), 20:22 (50.), 22:23 (53.), 23:24 (55.), 23:25 (55.), 23:26 (60.)

 

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