Die Enttäuschung ist groß in Minden

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Der 31. Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga endete mit einer großen Enttäuschung für GWD Minden. Die Grün-Weißen knickten in der zweiten Hälfte der Partie gegen den SC DHfK Leipzig völlig unerklärlich ein und gaben beim 24:26 (16:12) beide Punkte aus der Hand.

Am Ende jubelten die Leipziger Spieler im Kreis, während die Grün-Weißen mit hängenden Köpfen in der Kabine verschwanden. Dabei hatte die Partie für die Gastgeber gut begonnen, aber mit nur drei Treffern in der letzten Viertelstunde brachte sich die Mannschaft selbst um den Erfolg.

Mats Korte hatte die Hausherren mit 1:0 in Führung geworfen, doch dann übernahmen die Gäste aus Leipzig erst einmal das Kommando und lagen mit 3:1 (5.) und 5:3 (9.) vorn. Besonders einem Grün-Weißen gefiel das gar nicht! Kevin Gulliksen (s. Foto) drehte nach zehn Minuten richtig auf und schenkte den Sachsen bis zur 20. Minute ganze sechs Mal ein. Trainer Andre Haber nahm eine Auszeit und wechselte den Torhüter, doch die Dominanz des GWD-Teams blieb. 11:7 (20.) und 13:8 (25.) lauteten die Ergebnisse im Fünf-Minuten-Takt. Auch wenn Marian Michalczik den letzten direkten Freiwurf vor der Pause über die Latte setzte, tat dies der guten Stimmung in der KAMPA-Halle keinen Abbruch. Die 16:12-Führung des GWD-Teams ließ zu diesem Zeitpunkt wenig Wünsche offen.

Nach dem Wiederanpfiff konnte die Carstens-Sieben den Vorsprung zunächst stabilisieren und alles schien nach Plan zu laufen. Das Spiel wurde weiterhin von den Angriffsaktionen beider Kontrahenten geprägt und bot unterhaltsamen Handballsport. Aber nach einer Dreiviertelstunde wurde es dann enger für die Gastgeber, die die Konzentration nicht mehr hochhielten. Zwar konnte Christoffer Rambo noch zum 21:17 (42.) treffen, doch danach war der SC drei Mal im Konter erfolgreich und rückte bis auf ein Tor an das GWD-Team heran. Andreas Rojewski traf zum 22:22 für die Gäste und leitete damit die Schlussphase ein. In der hakte es bei den Grün-Weißen im Angriff gewaltig. Acht Minuten lang hatten die Dankerser vor dem gegnerischen Tor keinen Erfolg. Als Mats Korte zum 23:25 (55.) traf, waren die Mindener Erfolgsaussichten schon deutlich geschrumpft. Die Gastgeber konnten das Blatt nicht mehr wenden und so endete die Partie, die so verheißungsvoll begonnen hatte, mit einer herben Enttäuschung.


Frank Carstens: „Ich bin entsetzt, wie wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge nicht mehr für uns nutzen konnten, die uns zuvor ausgezeichnet haben. Mir hat heute der Killerinstinkt gefehlt. Schon in der ersten Halbzeit haben wir es nicht angenommen, einen höhere Vorsprung herauszuspielen. Vier Tore in den letzten 25 Minuten sind einfach zu wenig. Bei mir überwiegt die Enttäuschung, weil wir uns heute etwas anderes vorgenommen hatten.“

Andre Haber: „Für mich war das heute unfassbar. Wir haben zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten gezeigt. Der Halbzeitstand hat uns sicher noch geschmeichelt, doch dann kamen wir so richtig ins Rollen und haben überragend gedeckt. Da bin ich sehr stolz, vor allem, weil taktisch das gegriffen hat, was wir in der Pause besprochen haben. Das war von unserer Seite heute auch ein Mentalitätsfrage.“

Torschützen GWD: Kevin Gulliksen (7), Christoffer Rambo (5), Luka Zvizej (4/4), Mats Korte (2), Marian Michalczik (2), Dalibor Doder (1), Magnus Gullerud (1), Anton Mansson (1), Aliaksandr Padshyvalau (1).
Im Tor: Kim Sonne Hansen (1.-47. mit 4 Paraden), Espen Christensen (47.-60. mit 2 Paraden)

Torschützen SC DHfK: Maciej Gebala (7), Philipp Weber (4), Marc Esche (3), Andreas Rojewski (3), Franz Semper (3), Patrick Wiesmach Larsen (3), Niclas Pieczkowski (2), Lukas Binder (1).
Im Tor: Milos Putera (1.-18. und 30.-52. mit 3 Paraden), Rene Villadsen (18.-30. und 52.-60. mit 3 Paraden)

Zeitstrafen: Gullerud (29.), Korte (42.) – Roschek (13.), Pieczkowski (35.), Binder (56.), Esche (58.).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:5 (10.), 7:5 (15.), 11:7 (20.), 13:8 (25.) 16:12 (30.), 17:14 (35.), 20:16 (40.), 21:19 (45.), 22:21 (50.), 23:25 (55.), 31:30 (60.).

Schiedsrichter: Martin Thöne und Marijo Zupanovic
Zuschauer: 2.754

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