Ein souveräner Sieg für Flensburg

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Exakt 15 Jahre nach der ersten deutschen Meisterschaft bleibt die SG Flensburg-Handewitt auf Titelkurs. Am Abend besiegte sie die MT Melsungen mit 30:24 (14:8) und bleibt an der Spitze der DKB Handball-Bundesliga.

Der Abwehr-Mentor saß auf der Bank: Anders Zachariassen und Johannes Golla standen in der Defensive, während Tobias Karlsson, immerhin im Trikot, die Aktionen seiner Kameraden verfolgte. Die Deckung war schnell auf Betriebstemperatur. Das galt auch für Torbjörn Bergerud (s. Foto), der gleich mehrfach Szenen-Applaus und Jubel auslöste. Die SG kam bestens aus den Startlöchern: Magnus Jöndal, dann Rasmus Lauge – die Gegenstöße rollten. Es hieß 5:1.

MT-Coach Heiko Grimm nahm eine Auszeit, kurz darauf die nächste. Die 5:1-Formation mit Rasmus Lauge in der Spitze machte Melsungen zu schaffen. Johannes Golla rannte gegen seinen Ex-Klub dem 9:4 entgegen, Magnus Jöndal packte vom linken Flügel noch einen drauf. Es folgte eine Phase, in der die Nordhessen besser mithielten. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, skandierten die Fans. Die Zuschauer waren ein großer Rückhalt. Ein anderer stand im Tor. Torbjörn Bergerud kaufte den Gästen im ersten Durchgang neun Bälle ab. Anders Zachariassen stürmte zum 14:8, das zur Pause bestand.
In der „Hölle Nord“ herrschte beste Laune. Diese hielt auch nach der 15-minütigen Unterbrechung an. Johannes Golla, Magnus Jöndal und Rasmus Lauge – die Angriffskombinationen flutschten nur so. Das 18:9 war die angenehme Belohnung. Es ging nun nicht mehr um die beiden Punkte, es ging um die Höhe des Sieges. Marius Steinhauser hatte inzwischen das Spielfeld betreten und drehte den Ball zum 20:11 in die Maschen. Kurz darauf war der erste zweistellige Vorsprung erreicht. Dann stockte der Elan etwas, doch die Ergebnis-Kosmetik konnte das Handball-Fest nicht trüben. Die Krönung war schließlich der Kempa-Trick, den Rasmus Lauge für Marius Steinhauser zum 28:23 auflegte. Kurz darauf sangen Nordtribüne für die Mannschaft: „Die Nummer eins im Land sind wir!“

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 30:24 (14:8)

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud (14 Paraden) – Golla, Glandorf, Svan, Jeppsson, Jøndal, Steinhauser, Zachariassen, Johannessen, Gottfridsson, Lauge, Rød

MT Melsungen: Simic (11 Paraden) – Lemke, Reichmann, Ignatow, Kunkel, Mikkelsen, Danner, P. Müller, M. Müller, Allendorf, Birkefeldt, Sidorowicz, Maric

Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin);

Zuschauer: 6300 (ausverkauft)

Spielverlauf: 2:0 (2.), 2:1 (3.), 5:1 (9.), 7:2 (15.), 8:4 (19.), 10:4 (21.), 11:5 (22.), 11:7 (23.), 12:8 (25.) – 15:8 (31.), 18:9 (33.), 19:11 (38.), 21:11 (40.), 22:12 (41.), 22:14 (43.), 23:14 (47.), 23:17 (49.), 24:19 (52.), 26:20 (54.), 26:22 (55.), 28:23 (58.), 29:24 (59.)

 

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