Kiel: Gute Simmung bei der Saison-Pressekonferenz

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Viel Neues, gute Stimmung und voller Fokus auf die Saison: Vor rund 40 Journalisten haben die Verantwortlichen des THW Kiel mit der Saison-eröffnungs-Pressekonferenz im Showroom des Molbiliätspartners Süverkrüp-Gruppe die neue Spielzeit eingeläutet.

Im Fokus: Chef-Trainer Filip Jicha und die Neuzugänge. "Ich freue mich, dass es bald losgeht", sagte Jicha. "Wir haben viele Spiele, sind in fünf verschiedenen Wettbewerben gefragt. Alles ist bereit. Jetzt müssen wir nicht mehr reden, sondern fleißig arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen." Kapitän Patrick Wiencek blickte unterdessen voraus auf den REWE Cup am Mittwoch: "Paris ist wie eine Weltauswahl, der nächste Härtegrad in unserer intensiven Vorbereitung. Dass bereits jetzt mehr als 8000 Karten für dieses Testspiel verkauft sind, gibt es wohl in keiner anderen Halle in Europa. Wir freuen uns drauf!"

Zuvor hatten Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Trainer, Neuzugänge und Kapitäne aber erst einmal den Mikrofon- und Kameramarathon zu absolvieren - und schlugen sich dabei blendend. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Marc Weinstock berichtete von den Bestrebungen, erstmals ein weibliches Mitglied in das Gremium aufzunehmen. Bis Ende des Jahres, informierte Weinstock, werde man das fünfte Mitglied benannt haben. Ansonsten wolle man sich so wenig wie möglich in das operative Geschäft einmische. "Die Geschäfte soll die Geschäftsführung führen." In diese zurückgekehrt ist Sabine Holdorf-Schust: "Es ist eine Ehre, dass mich der Aufsichtsrat gebeten hat, diese Aufgabe für ein Jahr zu übernehmen. Ich bin mir aber auch der Verantwortung bewusst, die Viktor und ich haben." Die Geschäftsführerin berichtete von der großen Kartennachfrage: "In der Bundesliga sind wieder alle Dauerkarten verkauft, und auch die bisher freigeschalteten Einzelspiele laufen gut." Einmalig in Europa sei die Nachfrage nach den Champions-Cards für alle sieben Heimspiele in der Königsklasse gewesen: "Die Champions-League-Qualifikation war enorm wichtig. Das waren wir unseren Fans schuldig. Mehr als 6.000 verkaufte Dauer-Tickets zeigen: Kiel ist und bleibt eine Handball-Stadt!" Zudem sei auch das Interesse an Logen und VIP- und Business-Paketen noch größer als im Vorjahr, so Holdorf-Schust: "Wir haben überall steigende Tendenz."

Viktor Szilagyi, seit Sommer ebenfalls Geschäftsführer der Kieler, richtete den Blick auf das Sportliche: "Wir wollen uns langfristig in der Champions League etablieren. Das heißt, dass man auch in der Bundesliga an der Spitze stehen muss. Und im DHB-Pokal und in der Königsklasse wollen wir dabei sein, wenn die Entscheidungen fallen." Deshalb gelte es, zum Beispiel in der VELUX EHF Champions League von Beginn an Vollgas zu geben: "Unser Kader ist stark genug für Köln. Eine gute Platzierung in der Gruppenphase ist für den weiteren Wettbewerb eminent wichtig, deshalb müssen wir vom ersten Spieltag an 100 Prozent geben." Bezüglich der Vertragsgespräche erklärte Szilagyi, dass man mit den einzelnen Spielern in unterschiedlichen Phasen sei: "Filip und ich sprechen täglich über die Kaderzusammenstellung. Wir haben charakterlich und sportlich klare Vorstellungen." Gleichwohl sei er nicht bereit, Wasserstandsmeldungen abzugeben, so Szilagyi. "Wenn es etwas zu vermelden gibt, werden wir das tun."

Filip Jicha beschrieb in seiner ersten Saisoneröffnungs-Pressekonferenz als Cheftrainer seine Herangehensweise "Ich habe von allen meinen Trainern etwas mitgenommen, gehe aber meinen eigenen Weg." So setze er im Training mit Co-Trainer Christian Sprenger, mit dem er hervorragend zusammenarbeite, unter anderem auch auf individuelles Training in Kleingruppen. "Wir wollen die Stärken eines jeden einzelnen entwicklen, um als Mannschaft einen Schritt nach vorn zu machen." Das schnelle Tempo, das die Kieler in den Test-Partien an den Tag legten, sei ein Teil dieser Entwicklung. "Generell wollen wir in allen Bereichen besser werden", erklärte Jicha mit einem Lächeln - und es wurde jedem klar, was dieses Lächeln bedeutete: "Ich freue mich riesig, für diesen Verein, der mir so am Herzen liegt, arbeiten zu dürfen."

Auf die Konkurrenz angesprochen, die den THW Kiel als Meisterschaftsfavoriten sieht, antwortete der 37-Jährige mit Nachdruck: "Es gebietet der Respekt, Flensburg als Favoriten zu nennen. Schließlich ist die Mannschaft zwei Mal in Folge Meister geworden. Flensburg wird ganz vorn dabei sein." Was die eigenen Ambitionen angehe, machte Jicha klar: "Natürlich wollen wir um das Maximale spielen. Das ist unser Anspruch." Gleichwohl müssen man auch geduldig sein und "die Kirche im Dorf lassen. Wir sind vier Jahre kein Meister geworden, und ich spüre in der Mannschaft den Hunger nach Erfolg. Aber zuvor müssen wir arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen."

Kapitän Domagoj Duvnjak reagierte auf die Frage, ob die Vorbereitung unter Filip Jicha entspannter gewesen sei als bei Alfred Gislason, mit einem lauten Lachen: "Das war eine der härtesten Vorbereitungen meiner Karriere. Und das ist auch gut so, denn wir haben viel vor." Die Neuzugänge passten hervorragend in die Mannschaft, berichtete der Kapitän - und das menschlich wie sportlich: "Wir sind froh, dass wir sie hier haben." Kapitän Patrick Wiencek erklärte die Unterschiede zwischen Gislason und Jicha als Trainer mit einem Detail: "Unter Alfred haben wir unter anderem nicht dreimal am Tag trainiert. Filip macht das überragend, man hat das Gefühl, dass er schon seit Jahren Trainer ist." Kapitän Niklas Landin umschrieb das Saisonziel kurz und knapp: "Wir wollen angreifen."

Pavel Horak, Neuzugang von Meshkov Brest, zeigte einmal mehr sein sonniges Gemüt. Am meisten überrascht habe ihn, sagte der Rückraumspieler breit grinsend, dass beim THW Kiel "alle wesentlich schneller und handballerisch besser als ich sind." Ansonsten nehme er seine Aufgaben entgegen und versuche, diese zu lösen: "Das ist mein Job." Wohl fühlt sich Torhüter Dario Quenstedt in Kiel: "Auch wenn ich zugeben muss, dass das Naviga-tionsgerät für mich noch ungemein wichtig ist." Sein persönliches Ziel für die Saison sei es, mit Niklas Landin ein harmonisches und erfolgreiches Duo im Tor zu bilden. "Nach den ersten gemeinsamen Wochen deutet sich das schon an." Davon, ist der ehemalige Magdeburger überzeugt, würden dann alle profitieren: "Wichtig ist die Mannschaft." Der THW Kiel ist bereit für die Saison: Auf geht's, Zebras!

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