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ASV beweist Moral in Aue

(Foto: Wegener/ASV)

2.Bundesliga
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Herausragenden Kampfgeist und enorme Moral hat der ASV Hamm-Westfalen zum Jahresabschluss gezeigt und beim EHV Aue die Negativserie durch ein hart erkämpftes 26:26 (14:10) beendet.

Nach schwierigen Wochen und einem völligen Fehlstart legten die Westfalen, die wieder ohne Sören Südmeier und Fabian Huesmann, dafür aber mit Kapitän Jakob Schwabe antraten, im Verlaufe der Partie die Unsicherheit immer weiter ab. Drei Sekunden vor dem Ende sicherte Jan Brosch (s. Foto) mit seinem Ausgleichstreffer dem ASV den Lohn einer tollen Aufholjagd und einen versöhnlichen Jahresabschluss nach zuletzt fünf Niederlagen in der 2. Handball-Bundesliga.

Doch bis die Spieler von Trainer Michael Lerscht den Punktgewinn wie einen Sieg feiern durften, war es ein langer und steiniger Weg. Denn zunächst lief für den mit so vielen guten Vorsätzen angereisten Gast überhaupt nichts zusammen, während beim EHV nahezu jeder Wurf im Gehäuse von Felix Storbeck landete. Nach neun Minuten und fünf Sekunden lagen die Gastgeber mit 7:0 in Führung. Erst nach über elf Minuten erlöste Brosch die Gäste mit seinem Treffer zum 7:1. Es kam noch schlimmer für die Westfalen: Aue nutzte weiter jede Gelegenheit und erhöhte bis zur 15. Minute sogar noch auf 10:1. Erst in den Folgeminuten sollte der ASV die Unsicherheit zumindest etwas ablegen, aus dem Rückraum warfen Marian Orlowski und David Spiekermann durch ihre Tore zum 11:5 bis zur 22. Minute zumindest in die Partie.

Doch die Hypothek der Anfangsschwäche war hoch. Bis zum 13:6 in der 26. Minuten blieben die Hausherren mit sieben Treffern in Führung. Merten Krings und anschließend zweimal Orlowski sorgten aber für einen Hoffnungsschimmer: beim 13:9 schien der ASV sich gefunden zu haben. Nach zwei weiteren Toren durch die Teams ging es mit 14:10 für Aue in die Pause.

Aus der starteten die Gastgeber besser und erhöhten auf 16:11. Aber der ASV blieb unbeeindruckt und brachte sich durch drei Tore in Serie in der 37. Minute auf 16:14 heran. Fünf Minuten später verkürzte Alex Rubino Fernandez erstmal auf ein Tor Rückstand, doch nach dem 17:16 gelang Marian Orlowski beim Siebenmeter wenig später noch nicht der Ausgleich. Aber die Gastgeber waren spätestens jetzt angeschlagen – die stete Aufholjagd der kampfstarken Westfalen zeigte eine erste Wirkung. Bis zur 48. Minute blieb Aue aber noch vorne, erst dann glich Jan Brosch zum 19:19 aus – genauso wie später zum 20:20 und 21:21. Zwar boten sich auch dem ASV Möglichkeiten zur Führung, diese gelang aber nicht.

Im Gegenteil, Arnar Birkir Halfdanarson und Kevin Roch brachten den EHV gut fünf Minuten vor dem wieder mit 23:21 in Führung. Auch in der 57. Minute lag Aue noch mit 25:23 vorne. Dann sollten sich die Ereignisse überschlagen. Zunächst verkürzte Krings drei Minuten vor dem Ende zum 25:24. Anschließend musste Felix Storbeck in Überzahl zwei Würfe des EHV parieren, ehe Fernandez 63 Sekunden vor Schluss zum 25:25 traf.

Nach einer Auszeit des EHV brachte Halfdanarson mit seinem zehnten Tor bei 17 Versuchen die Gastgeber 14 Sekunden vor Ende wieder in Führung. Michael Lerscht legte wiederum seine letzte grüne Karte zur Auszeit – und musste postwendend bemängeln, dass weitere drei Sekunden verstrichen, ehe die Partie gestoppt wurde. Doch die wenigen verbleibenden Sekunden sollten den Gästen reichen: Nach grandios vorgetragenem Spielzug wurde der Mann des Abends am Kreis freigespielt: Jan Brosch bedankte sich für die Vorarbeit mit seinem fünften Treffer zum vielumjubelten 26:26-Ausgleich in der Erzgebirgshalle. Brosch war damit zwar nicht der Spieler mit den meisten Toren an diesem Abend – aber mit den entscheidenden bei einer hundertprozentigen Trefferquote. Nun geht es bis Anfang Februar für den ASV in die Spielpause, dann wird die Saison mit dem Nachholspiel in Hamburg fortgesetzt.

EHV Aue – ASV Hamm-Westfalen 26:26 (14:10)

Petursson, Suljakovic – de Santis, Schroeder, Roch (5), Ebert, Bornhorn (2), Lux (2), Roth, Schneider, Tsuyama, Slachta (1), Schauer, Kammlodt (6), Paraschiv, Halfdanarson (10).

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz, Brosch (5), Fuchs, Spiekermann (1), Rubino Fernandez (5), Schwabe (1), Krause, Krings (3), Pretzewofsky, Orlowski (5), Franke (1), von Boenigk (5).

Schiedsrichter: Andre Kolb und Markus Kauth

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