Hamburg reist dünn besetzt ins Erzgebirge

2.Bundesliga
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Am 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga steht für den Handball Sport Verein Hamburg ein Auswärtsspiel gegen den EHV Aue an. Das Team aus dem Erzgebirge steht derzeit auf Tabellenplatz zwölf und hat dem HSVH schon im letzten Jahr die weite Rückfahrt vermiest.

Der Handball Sport Verein Hamburg steht am 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga dem EHV Aue gegenüber. Die Hamburger treffen am morgigen Samstag, den 16.11., in der Erzgebirgshalle in Lößnitz auf den Tabellenzwölften, der den Hamburgern im letzten Jahr am gleichen Ort einige Sorgenfalten einbrachte, für die sich der HSVH nun revanchieren will. Anpfiff ist um 17.00 Uhr, Sportdeutschland.tv überträgt wie gewohnt im Livestream. Schon am heutigen Freitag machte sich der HSVH-Tross auf den Weg in Richtung Erzgebirge. Aufgrund zahlreicher Ausfälle hat Jansen aber nur 13 gesunde Spieler mit an Bord.

Die Partie beim EHV Aue aus der letzten Saison ist jedem Hamburger Spieler und auch Trainer Torsten Jansen noch ganz genau im Gedächtnis. Nach furiosem Start in die Partie und einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung kam der Handball Sport Verein Hamburg in der zweiten Halbzeit beim EHV mächtig unter die Räder und musste sich am Ende mit neun Toren Unterschied geschlagen geben. Die 35:26-Pleite aus dem Oktober 2018 war die höchste Niederlage, die die Hamburger bisher in der 2. Handball-Bundesliga hinnehmen mussten. Schon im Rückspiel in Hamburg wollte der HSVH dann Revanche nehmen, das Auer Ausgleichstor Sekunden vor dem Ende sorgte aber nur für ein 26:26-Unentschieden. Die Hamburger, die sich in der Erzgebirgshalle erneut lautstarker Unterstützung der eigenen Fans sicher sein können, haben also noch immer eine Rechnung offen mit dem EHV. Doch die Gastgeber sind heimstark. Zwar konnten sie nur drei ihrer fünf Heimspiele in dieser Saison auch gewinnen, in den zwei anderen Heimpartien mussten sie sich aber den namhaften Bundesliga-Absteigern Gummersbach und Bietigheim geschlagen geben. Am 2. Spieltag besiegte das EHV-Team von Trainer Stephan Swat beispielsweise den HSC Coburg deutlich mit 33:25 – ein echtes Ausrufezeichen zu Saisonbeginn. Auch das Karriereende von Aues Top-Torjäger Eric Meinhardt konnten die Sachsen gut kompensieren. Neuzugang Adrian Kammlodt, der vom HC Elbflorenz nach Aue wechselte, macht seither als Torjäger auf sich aufmerksam. Mit 62 Treffern insgesamt und nur einem einzigen Siebenmetertor ist er aus dem Feld der gefährlichste Spieler der Liga. Zum Vergleich: HSVH-Torjäger Niklas Weller führt mit 84 Toren die Torjägerliste der Liga an, hat aber „nur" 48-mal aus dem Feld getroffen.

Bereits am heutigen Freitag verließ der Hamburger Mannschaftsbus am Vormittag den Parkplatz der Volksbank Arena und das Team machte sich auf den mehr als 500 Kilometer langen Weg in Richtung Sachsen. Dort übernachtet das Jansen-Team eine Nacht in Oberwiesenthal, um dann am Samstag ausgeruht, frisch und ohne eine lange Busfahrt in den Knochen in der Erzgebirgshalle zwei Punkte einzufahren. Dabei sind bei dieser Auswärtstour zahlreiche Plätze im Bus leer und nur 13 Spieler sind mit an Bord. Neben Finn Wullenweber, Dominik Axmann und Tobias Schimmelbauer, die über längere Zeit ausfallen, muss Jansen in Aue auch erneut auf Jens Schöngarth verzichten, dessen rechte Schulter sich noch immer nicht vollständig erholt hat. Schöngarth hatte sich im Spiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau die Schulter ausgekugelt. Zudem sitzt auch Philipp Bauer nicht mit im Bus, dessen Ausfall nach seinen letzten beiden Auftritten schwer wiegt. Gegen Lübeck-Schwartau und gegen Essen war Bauer jeweils bester Hamburger Torschütze. Nun liegt er krank im Bett und kann sein Team beim EHV nicht unterstützen.

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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019 20:10:43
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