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HC Elbflorenz gewinnt beim ASV Hamm

(Foto: Verein)

2.Bundesliga
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Beide Teams hatten sich mit ihrem Auftreten zuletzt vor dem Spiel etwas Druck verschafft. Beide Teams gehen aus der englischen Woche mit 2:4 Punkten. Ausgeglichene Liga hin oder her, von beiden Teams durfte man mehr erwarten.

Aber nur eine Mannschaft konnte die englische Woche mit einem guten Gefühl beenden und bspw. Fragen nach der Mentalität in der Abwehr und der mentalen Stärke in wichtigen Spielsituationen, mit einem klaren: „Yes, we did it“ beantworten. So hofft man in Dresden nun auf weniger „Fahrstuhl-Handball“ und mehr Konstanz. Am besten wir steigen gar nicht mehr in den Fahrstuhl ein und nehmen die Treppe nach oben. Ist eh gesünder!

„Wir kommen ganz anders ins Spiel“, sagte HC-Trainer Rico Göde (s. Foto) nach dem Spiel. Was er damit meinte, war vor allem der Zugriff in der Abwehr. Es waren 8 Minuten gespielt, da führte der HC 1:2 durch einen Treffer von Lukas Wucherpfennig. Die Dresdner hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine Unterzahl überstanden und präsentierten sich in der Defensive ganz anders als zuletzt. Emotionen, Beinarbeit und Teamwork der HC-Defensive machte es dem ASV schwer ins Spiel zu kommen. Die 1:0 Führung der Gastgeber durch Marian Orlowsk sollte die einzige im Spiel bleiben. Nach dem 3:3 in Minute 10, konnte sich der HC nach und nach etwas absetzen. Dabei nutzte man immer wieder technische Fehler der Westfalen zu schnellen Gegentoren, wie z. B. beim 4:6 und 4:7 durch Marek Vanco. 5 Mal war der HC mit diesem schnellen Spiel in der 1. Halbzeit erfolgreich. Bei noch etwas weniger als 2 Minuten zu spielen, führten die Sachsen erstmals sogar mit 6 Treffern (8:14). Die verunsicherten Gastgeber trafen noch zum 9:14, während der HC kurz vor dem Pausenpfiff die Chance zum 9:15 vergab. Die lediglich 9 Gegentore waren nach den letzten Partien des HC ein starker Zwischenerfolg.

Ca. 10 Minuten brauchte der HC um richtig in die 2. Halbzeit zu finden. Der ASV machte viel Druck, kam aber nicht entscheidend heran. Mehr als ein 12:15 und 13:16 aus Sicht der Gäste war nicht drin. Und dann war da ja noch der an diesem Tag beste Angriffsspieler auf der Platte, Sebastian Greß. Der Dresdner Spielmacher erzielte in Eigenregie das 13:17, 13:18 und 13:19. Nach noch nicht einmal 45. Minuten waren damit eigentlich fast schon alle Messen gelesen. Der Grund dafür: Die sonst so heimstarken Westfalen wirkten an diesem Tag nicht wie ein Team, welches den Schlüssel für eine Wende dabei hatte. Ein Beispiel dafür waren zwei Angriffe des ASV zwischen der 47. Und 50. Minute, als Mario Huhnstock insgesamt 5 Bälle hielt und die Hausherren zwischendurch immer wieder in Ballbesitz kamen. Nicht nur darum ging das Torwartduell an diesem Tag klar an den HC. In den letzten 10 Minuten konnte der HC sogar ein paar Fehlwürfe „verknusen“, stand man doch in der Abwehr um den zurückgekehrten Philip Jungemann unglaublich stabil. Am Ende hielt man den ASV bei nur 19 geworfen Toren. So gewannen die Sachsen verdient und überraschend deutlich mit 19:25.

Fazit: Der HC wollte sich nach den Niederlagen zuletzt anders präsentieren. Er hat Wort gehalten und zwar eindrucksvoll. HC-Trainer Rico Göde: „Die Jungs haben eine Ansage bekommen und Reaktion gezeigt. Wir haben uns heute schlichtweg an unser Zeug gehalten.“ Er gab aber auch zu: „Insgesamt wurmt mich diese englische Woche aber trotzdem noch. Da müssen wir auch noch einmal reden.“ So endete die englische Woche der Dresdner etwas nachdenklich, aber eben auch versöhnlich. Vor allem die Rückbesinnung auf Abwehrtugenden des Saisonstarts waren der Schlüssel. Allen voran Philipp Jungemann, der mit seinen wechselnden Partnern im Innenblock ein sehr starkes Spiel machte. Im Angriff wurde ein wieder gut aufgelegter Sebastian Greß, er erzielte seine 9 Tore zwischen der 20. und 60. Minute, von Jonas Thümmler, Mindaugas Dumcius und Lukas Wucherpfennig unterstützt.

Tore: Huhnstock/Göres/Mohs (alle Tor), Wucherpfennig 4, Emanuel, Dierberg, Gugisch, Dumcius 4, Oehler, Kretschmer 1, Jungemann, Greß 9, Vančo 2, Quade, Kasal 1, Thümmler 4

Bericht: Wolfram Wegehaupt

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