Keine Punkte in Dresden

(Foto: Ingrid Anderson-Jensen)

2.Bundesliga
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In einer vom Kampf geprägten Partie war der VfL Lübeck-Schwartau lange auf Augenhöhe, musste sich am Ende aber 28:24 (13:11) geschlagen geben.

„Uns hat in der Schlussphase die nötige Effizienz gefehlt“, monierte VfL-Trainer Piotr Przybecki (s. Foto). Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: Sowohl der HC Elbflorenz Dresden als auch der VfL Lübeck-Schwartau steckten mit 16:24 Punkten mittendrin im Abstiegskampf. Mit einem Erfolg gegen den direkten Konkurrenten hatten beide Teams die Möglichkeit, einen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Ähnlich eng wie die Tabellenkonstellation gestaltete sich auch die Anfangsphase. Der VfL war im Positionsspiel mit langen Angriffen erfolgreich, die Gastgeber setzten auf ihr Tempo- und Kreisspiel. Ausgerechnet mit einem Tempogegenstoß zum 6:4 besorgte Thees Glabisch den Lübeckern nach zehn Minuten aber erstmals eine Zwei-Tore-Führung. HCE-Trainer Göde zog die erste Auszeit und ließ sein Team fortan offensiver verteidigen.

Mit dieser Umstellung hatte das Przybecki-Team deutliche Probleme, fand offensiv jetzt kaum noch Lösungen. Elbflorenz drehte die Partie in eine 8:7-Führung (18.). Jetzt hatte auch der VfL-Coach Redebedarf. Doch die Schwartauer machten sich das Leben selbst schwer. Bezeichnend: In einer doppelten Überzahl wurde ein Pass abgefangen, der Tempogegenstoß landete im Tor und Markus Hansen kassierte für seine versuchte Abwehraktion auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Und wie schon im Hinspiel war der Dresdener Dumcius für die Abwehr der blauen Tiger in der ersten Halbzeit kaum zu bändigen - der Linkshänder traf zum 11:9 für den HCE (23.).

Es war das erwartet enge und umkämpfte Spiel. Viele Unterbrechungen, Stürmerfouls und Zeitstrafen prägten die Partie. Nach über vier Minuten ohne Tor verkürzte Steffen Köhler schließlich auf 11:10 (28.). Zur Pause waren es aus Sicht der Gäste dann aber wieder zwei Tore Rückstand - beim Stand von 13:11 ging es in die Kabinen.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, Schult (insgesamt sechs Tore) und Bruhn hielten den VfL mit Schlagwurf-Treffern im Spiel, aber Dresden hielt den Zwei-Tore-Vorsprung. Gugisch besorgte mit seinem sechsten Treffer das 18:16 (39.). Auf beiden Seiten offenbarten die Abwehrreihen in dieser Phase Lücken.

Doch die Lübecker bekamen ihre Chance, das Momentum in dieser Partie wieder auf ihre Seite zu holen, verpassten beim Stand von 19:18 für den HCE aber mehrfach die Chance auf den Ausgleich. Vergebene Torchancen, technische Fehler und Missverständnisse häuften sich jetzt. Stattdessen baute Pulay die Führung der Gastgeber auf 20:18 aus (48.). „Leider haben wir es verpasst, den Ausgleich zu erzielen. Wir mussten in der Phase auf Jan Schult verzichten, der sich verletzt hatte. Uns hat im Rückraum dann die Durchschlagskraft gefehlt“, so Piotr Przybecki.

Immer wieder luden die Schwartauer Dresden zu einfachen Treffern ein - und brachten sich so selbst um den Lohn für eine bis dahin gute Leistung. Greß traf nach einem Ballverlust zum 24:21 (54.). Gabor Pulay erhöhte wenig später per Siebenmeter auf 25:21 (56.) - die Partie war entschieden. „Wir haben eine gute Abwehrleistung gezeigt, aber vorne hat uns in der Schlussphase die Qualität gefehlt und uns sind am Ende die Kräfte ausgegangen“, analysierte Przybecki.

Am Ende feierte der HC Elbflorenz Dresden einen verdienten 28:24-Erfolg und sicherte sich zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für den VfL steht schon am kommenden Samstag das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg an: Die HSG Konstanz kommt nach Lübeck.

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