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Do, Okt
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Konstanz dominiert gegen Dessau

Foto: Peter Pisa

2.Bundesliga
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Der Befreiungsschlag ist geglückt: Mit einem souveränen 31:26 (15:9)-Heimsieg gegen den zuvor noch ungeschlagenen Dessau-Roßlauer HV feierte die HSG Konstanz nach acht Monaten wieder einen Heimsieg und konnte sich von den frenetisch mitgehenden HSG-Fans in der Schänzle-Hölle feiern lassen.

Fünf Minuten vor Schluss hielt es niemand mehr auf den Sitzen. Mit stehenden Ovationen fieberten die Konstanzer Anhänger dem Schlusspfiff und dem so wichtigen, langersehnten Heimsieg entgegen. Unten auf dem Spielfeld reckten sie immer wieder die Fäuste nach oben, suchten die Interaktion mit den Fans – und die peitschten ihre Mannschaft noch einmal nach vorne. Mit ganz viel Leidenschaft, bissiger Abwehr, einem guten Schlussmann Michael Haßferter und den starken Tom Wolf, Peter Schramm und Markus Dangers legten die Gelb-Blauen früh den Grundstein für die anschließende kurze, aber heftig ausgefallene Jubeltraube und Ehrenrunde. „Die Erleichterung über die Punkte ist groß“, atmete Daniel Eblen tief durch. Der Cheftrainer der HSG Konstanz erklärte die nicht zu übersehende Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen: „Uns war bewusst, dass wir freier in das Spiel gehen müssen. Wir wollten unbedingt, aber wir mussten nicht.“

Nur neun Gegentore mussten die Gastgeber, heiß auf die Bestätigung der guten Leistungen aus der Vorbereitung, in der ersten Halbzeit hinnehmen. „Wir waren gut eingestellt“, strahlte Tom Wolf. Der Kapitän markierte selbst zehn wuchtige Treffer aus dem Rückraum, da Markus Dangers am Kreis viele Räume für ihn und Peter Schramm schaffte. „Uns ist es gelungen“, sagte er, „wenige Fehler zu produzieren du Dessau somit ihre gefährlichste Waffe zu nehmen: das schnelle Umschaltspiel.“ Tatsächlich gelangen den Gästen aus Sachsen-Anhalt erst in den letzten Minuten die ersten Gegenstoßtore. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten (3:5) drehte die HSG Konstanz auf, ging mit 8:5 in Front und hatte mit Joschua Bran im rechten Rückraum nun eine sehr bewegliche Alternative zu den Shootern Wolf und Schramm, die allesamt nie in den Griff zu bekommen waren. Auch nicht von einer 5:1-Deckung. Uwe Jungandreas versuchte es gar mit dem siebten Feldspieler, doch Samuel Wendel und Co. sorgten mit einigen Steals und zwei Würfen in das leere Tor schon für einen 15:9-Vorsprung zur Halbzeit.

Wolf: „Ab der 50. Minute war die Stimmung schon sehr ausgelassen, sehr gelöst. Das hat sehr, sehr viel Spaß gemacht und tat gut nach dem schweren Auftakt.“ Seine Mannschaft dominierte zuvor nach dem Seitenwechsel weiter und ließ nicht mehr viel zu. Trotz kurzfristig am Freitagnachmittag angeordneter Maskenpflicht auch auf den Sitzplätzen bemerkte der HSG-Kapitän, dass dies „gar keinen Einfluss auf die Atmosphäre hatte. Unsere Fans machen einen riesen Job. Wir können uns glücklich schätzen, solche Zuschauer zu haben.“ Den Einfluss dieser Unterstützung auf die Leistung der Mannschaft hob auch Eblen hervor. Nach einer kurzen Pause, am Samstagvormittag beobachte er bereits seine Kinder bei ihrem ersten Spiel in der E-Jugend, geht es bereits am Sonntagabend mit einem Training weiter. Denn am Mittwoch, 19.30 Uhr, ist die HSG in Eisenach erneut gefordert. Bis zum nächsten Heimspiel am 13. November gegen Lübbecke sind es allerdings noch vier Wochen. Bis dahin wird es bange Blicke auf die Entwicklungen der Corona-Fallzahlen geben, denn, so Tom Wolf, „hoffentlich dürfen dann wieder Fans mit dabei sein.“ Sie wären so wichtig für den Handballsport allgemein – und die HSG Konstanz ganz besonders. Gegen Dessau zog sie daraus ganz viel Selbstvertrauen und Freude.

2. Handball-Bundesliga:
HSG Konstanz – Dessau-Roßlauer HV 31:26 (15:9)

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Michael Haßferter (9 Paraden/davon 1 Siebenmeter) (beide Tor); Michel Stotz, Fabian Schlaich (1), Aron Czako, Joel Mauch, Matthias Hild (1), Tom Wolf (10/2), Markus Dangers (5), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Fynn Beckmann, Joschua Braun (6), Samuel Wendel (2), Peter Schramm (5), David Knežević (1).
Trainer: Daniel Eblen

Dessau-Roßlauer HV: Julian Malek (4 Paraden), Philipp Ambrosius (6 Paraden/davon 2 Siebenmeter) (beide Tor); Tomas Pavlicek (1), Timo Löser (4), Jakub Hrstka (5/3), Libor Hanisch, Vincent Sohmann (8/1), Tim Bielzer, Daniel Schmidt (1), Yannick Danneberg (2), Jörn Persson, Max Scheithauer (4), Max Emanuel, Oliver Seidler, Jan Zhradnicek (1).
Trainer: Uwe Jungandreas

Zuschauer: 360 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz
Schiedsrichter: André Kolb und Markus Kauth.
Zeitstrafen: Konstanz 4 Min. (Dangers, Stotz je 2 Min.) / Dessau 6 Min. (Bielzer, Pavlicek, Hrstka je 2 Min.)
Siebenmeter: Konstanz 2/4 (Tom Wolf und Braun scheitern an Ambrosius) – Dessau 4/5 (Sohmann scheitert an Haßferter)

 

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