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Letzte Kraftanstrengung vor der WM-Pause

2.Bundesliga
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In den Dezember-Spielen zeigt die SG BBM Bietigheim zwei Gesichter: zu Hause großartig erkämpften Siegen folgen auswärts herbe Niederlagen. Am Mittwoch (19.30 Uhr) bedarf es in der heimischen Viadukthalle einer erneuten Kraftanstrengung, um gegen den TuS Ferndorf zu bestehen und eine Reaktion auf die jüngste 26:39-Schlappe gegen den Dessau-Roßlauer HV folgen zu lassen.

Nach dem 16. Spieltag geht die 2. Handball-Bundesliga in die WM-Pause. Jeder will mit einem Erfolgserlebnis überwintern, der letzte Eindruck zählt bis zum Neustart Anfang Februar. Das gilt für den TuS Ferndorf, der am vergangenen Samstag mit der knappen 30:31-Heimniederlage gegen den HC Elbflorenz die vierte Niederlage in Folge einstecken musste. Aber mindestens genauso wichtig wäre ein finales Erfolgserlebnis in 2020 für die Bietigheimer Handballer, die in dieser Saison keine Konstanz in ihre Auftritte bringen können. Für die Mannschaft um Kapitän Jan Asmuth schrumpft die WM-Auszeit zu einer Mini-Winterpause, denn schon am 29. Januar und 2. Februar 2021, also rund um das WM-Finalwochenende, sollen die Corona-bedingt ausgefallenen Partien in Fürstenfeldbruck und gegen Konstanz nachgeholt werden.

„Die letzten beiden Spiele sind auch eine Kopfsache“, hatte Paco Barthe, der im Bietigheimer Mittelblock gesetzt ist, zu Protokoll gegeben. Das war vor dem Spiel in Dessau-Roßlau, der erste Teil der Bewährungsprobe ging voll daneben. Spätestens nach einer Viertelstunde zappelte praktisch jeder Ball des Aufsteigers im Bietigheimer Netz, die Hintermannschaft inklusive Torhüter blieb ohne jeglichen Zugriff. Das Angriffsspiel der Schwaben konnte da nicht Schritt halten, wie schon in Gummersbach wurde jeder Ballverlust der SG BBM mit einem schnellen Gegentor beantwortet. Der Auftritt wirkte chancenlos. Nur vier Tage später ist jetzt der Kämpfer in den Jungs von Hannes Jón Jónsson gefordert. Denn nur über eine außergewöhnliche Kraftanstrengung und eine bedingungslose kämpferische Einstellung in der Defensive wie beim letzten knappen 25:24-Heimsieg gegen die Rimpar Wölfe scheint für die Schwaben derzeit der Weg zum Erfolg zu führen.

Auf der Trainerbank des TuS Ferndorf ersetzt in dieser Saison der Schwede Robert Andersson den zum ASV Hamm-Westfalen gewechselten Michael Lerscht. Aktuell fallen im Kader des früheren Bundesligaspielers wichtige Akteure im Rückraum aus. So wird das Wiedersehen mit Patrick Weber vermutlich ausfallen müssen. Der Zwei-Meter-Mann, der 2018 eine Halbserie im linken Bietigheimer Rückraum spielte, fehlte zuletzt nach Problemen im Nackenbereich. Genauso schmerzhaft ist für den 14. der Tabelle der Ausfall von Jonas Faulenbach auf derselben Position. Die Lücken auf der linken Seite und im Spielaufbau sind eine Chance für den erst 20-jährigen Torben Matzken (51/14 Saisontore). Viele erfolgreiche Aktionen werden von der rechten Ferndorfer Angriffsseite gestartet. Dort trifft Andreas Bornemann gerne auch aus der Distanz. Rechtsaußen Josip Ereš, der auch für die Siebenmeter zuständig ist, ist erfolgreichster Werfer der Mannschaft aus dem nordrhein-westfälischen Kreuztal. Der 25-Jährige, zu dieser Runde vom kroatischen Meister RK Zagreb gewechselt, traf bereits 62-mal.

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