Dresden mit Auswärtssieg in Hagen

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Mit einem Blick auf die Ränge in der Hagener Heimhalle, sah man leider vor allem: Keine Zuschauer! Das Spiel hätte auf jeden Fall mehr Publikum verdient gehabt. Die kleine aber feine Dresdner-Fanschar tat 60 Minuten alles, der zahlenmäßigen Tristesse auf den Rängen entgegenzuwirken. (Danke!)

Beide Teams kamen vor 342 Fans trotzdem schnell in die Partie. Es waren knapp 3 Minuten gespielt, da hatte es auf beiden Seiten schon 3 mal geklingelt. Als HC-Außen Julius Dierberg in der 4. Minute zum 3:4 traf, war das (mit etwas Augenzwinkern) die Entscheidung, denn die Sachsen gaben diese Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Auf Seiten des HC fiel in den ersten 30 Minuten auf, dass egal wer ins Spiel kam, es keinerlei Leistungsabfall gab. Während es bei den Hagenern vor allem der wurfgewaltige Andreas Bornemann und Spielmacher Sören Kress waren, die die Akzente setzten, kam bei den Dresdnern vor allem das Rückraum- und Kreisspiel zur Geltung. Die Gäste blieben fast die gesamten ersten 30 Minuten im Angriff keine Antwort schuldig. Am Ende hatte man sogar die Chance mit einer 4-Tore-Führung in die Kabine zu gehen. Allerdings passierte einer der wenigen Dresdner Ballverluste und der HC kassierte im Gegenangriff eine Zeitstrafe und kurze Zeit später das 14:16 durch VfL-Außen Daniel Mestrum.

Zu Beginn der 2. Halbzeit trafen die Hausherren, immer noch in Überzahl, zum 15:16 Anschluss. Die Dresdner blieben jedoch nervenstark und stabil und wehrten alle Bemühungen des VfL das Spiel zu drehen ab. So traf z.B. ein stark aufgelegter Gabor Pulay beim Stand von 21:22 bei angezeigter Zeit zum 21:23 und kurze Zeit später ebenso bei Zeit zum 21:24. Die HC-Defensive ließ im Verbund mit einem sich steigernden Hendrik Halfmann im HC-Gehäuse jetzt fast 10 Minuten kein Gegentreffer mehr zu. Erst Jan-Lars Gaubatz konnte den VfL in der 54. Minute (22:27) erlösen. Bis dahin hatte die Gäste ihrerseits aber noch 5 Treffer draufgelegt und führten so klar. HC-Coach Christian Pöhler sprach nach der Partie bis zu diesem Zeitpunkt von einer „Topleistung“. Als Norman Flödl in der 58. Minute vom Kreis unter starker Bedrängnis zum 25:29 traf, schien die Partie eigentlich durch. Allerdings unterliefen den Sachsen jetzt gegen die offensivere Deckung der Eintracht so viele Fehler, wie gefühlt im ganzen Spiel nicht. Das brachte den Gegner durch schnelle Treffer 30 Sekunde vor dem Ende noch einmal auf 28:29 heran. Im Gegenangriff nutzte dann allerdings Tim-Philip Jurgeleit 10 Sekunden vor dem Schlusspfiff, die „Wurffalle“ der Gäste für das entscheidende Tor zum 28:30.

Fazit: Das waren Big-Points gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Der HC war über 50 Minuten die spielbestimmende Mannschaft in Hagen und gewann somit auch verdient die Partie. Nur am Ende, vielleicht im Glauben des sicheren Sieges, unterliefen ein paar Fehler zu viel. Mit dem Sieg steht der HC, sein längerer Zeit mal wieder, auf einem Nichtabstiegsplatz. Vor allem im Angriff zeigten die Dresdner, wie in letzter Zeit fast schon gewohnt, ein starkes Spiel. Neuzugang Michal Kasal traf bei seiner HC-Prämiere 1mal und deutete vor allem in der Abwehr seine Leistungsfähigkeit an. Christian Pöhler sagte: „Das war ein guter Einstand von Michal. Er hat uns in der Abwehr sofort geholfen und im Angriff in einer nicht leichten Phase ein Tor gemacht. Natürlich müssen wir ihm auch noch etwas Zeit geben. In bin zuversichtlich, dass er in Zukunft in Angriff wie Abwehr ein Faktor bei uns sein wird.“

HC-Trainer Christian Pöhler (s. Foto) zum gesamten Spiel: „Es war so wie man sich das auswärts vorstellt. Wir waren von Beginn an hochkonzentriert und griffig. In der 1. Halbzeit haben wir im Angriff sehr nah am Optimum gespielt. Nach der Pause dann auch die Abwehr immer mehr stabilisiert. Bis zum 21:27 war es von uns eine Topleistung. Zu den letzten 5 Minuten ist zu sagen, anscheinend kommen wir ohne etwas Drama nicht aus. Allerdings hatte ich auch in dieser Phase ein ganz positives Gefühl und war mir sicher, dass wir dieses Spiel nicht verlieren können.“

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