Dresden findet in der Defensive keinen Zugriff

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Kennen sie das? Sie haben lange in einer WG gewohnt und wollen nun endlich eine eigene Wohnung. Sie haben da auch was in Aussicht und wenn sie nicht zu unbedacht sind geht alles klar. Die WG-Bewohner tragen ihnen schon am Wochenende die Kisten ins Auto, nett wie sie scheinen.

Sie fahren weg und winken, doch als sie die Kofferraumklappe vor der neuen Wohnung öffnen, springen auf einmal die alten Mitbewohner aus dem Kofferraum und wollen die neue Wohnung für sich.

17:15 stand an der Anzeigetafel nach 30 Minuten in der Dresdner BallsportARENA. Die Dresdner führten zwar verdient, ließen aber im Abwehrverhalten Probleme erkennen. Der Gegner aus Wilhelmshaven kennt die Probleme aus sehr vielen Spielen, denn nicht umsonst stellte man vor und auch nach dem Spiel die schlechteste Defensive der Liga. Aber die Gäste haben dafür im Angriff so viel Qualität dies hin und wieder auch auszugleichen.

Wer die 1. Halbzeit der Dresdner ganz genau unter die Lupe nimmt, sah ein Team was sehr oft versuchte einen schnellen Ball zu spielen und damit auch erfolgreich war, aber auch ein Heimteam was in einigen Situationen etwas glücklich in Ballbesitz blieb und dann doch noch im zweiten Anlauf traf. In der Abwehr hatten die Hausherren zwar den Top-Torschützen des WHV Tobias Schwolow im Griff, aber eben nicht seine immer wieder starken Anspiele auf den eben so starken Duncan Postel am Kreis sowie in der Anfangsphase auch nicht René Drechsler, der aus dem rechten Rückraum traf und in der 2. Halbzeit zum „Albtraum“ des HC mutieren sollte. So war beim HC auch in der 1. Halbzeit nicht alles „Gold was glänzt“, aber man führte trotzdem verdient, da der Gegner in der Defensive bekannte Schwächen zeigte.

Die zweite Halbzeit begann mit dem 18:15 durch Norman Flödl und 19:15 durch Julius Dierberg. Danach war es allerdings vorbei mit der „Herrlichkeit“. In den folgenden 28 Minuten traf der WHV wie er wollte. 20 Treffer kassierten die Sachsen in dieser Zeit und wie HC-Coach Rico Göde feststellte: „Der WHV hat in der 2. Halbzeit leidenschaftlicher verteidigt und so machen wir fast 12 Minuten kein Feldtor und haben nur zwei Siebenmeter. Das war der Zeitpunkt, an dem das Spiel kippt.“ Im Angriff waren die Niedersachsen vor allem über ihr starkes Kreisläuferspiel, Aufbauspieler Kuno Schauer (6 Tore) oder den überragenden René Drechsler erfolgreich. Er traf 12mal in der gesamten Partie und zwar vor allem in der 2. Halbzeit wie er wollte. Weder die Dresdner Abwehr noch die Dresdner Keeper konnten irgendwelche Akzente gegen den Halbrechten setzten.

Dabei folgten die Würfen immer zu 90 Prozent dem gleichen Wurfbild. Zudem musste Drechsler aus Sicht des Dresdner Trainers: „Einfach zu wenig für die Würfe tun.“ Den angriffsstarken WHVlern spielte das natürlich in die Karten. Beim 21:22 in der 42. Minute führten sie erstmals und in der Folge bauten die den Vorsprung nach dem 22:22 durch Nils Holger Kretschmer immer mehr aus. Teilweise bis auf 6 Tore (24:30). Dabei agierte der WHV ganz in Ruhe und abgeklärt. Von einer Niederlagenserie war nichts zu spüren. Der Rest ist aus Dresdner Sicht Makulatur, denn der WHV spielte die Partie aber der 50 Minute problemlos nach Hause. So gewann der Gast aus Niedersachsen absolut verdient mit 35:30.

Fazit: HC-Trainer Rico Göde sagte nach dem Spiel: „Wenn du als Mannschaft im Abstiegskampf 35 Gegentore und nur eine Zeitstrafe in 60 Minuten bekommst, dann hast auf jeden Fall etwas falsch gemacht.“ Der HC macht mit der Niederlage den Kampf um den Klassenerhalt wieder spannend und gibt zudem einem weiteren Konkurrenten wieder Hoffnung. Der WHV gewann aufgrund der 2. Halbzeit vor über 2100 Zuschauern absolut verdient und hatte mit René Drechsler den überragenden Akteur in seinen Reihen. Alleine 9 seiner 12 Tore gelangen ihm in der 2. Halbzeit. Die Dresdner konnten zwar über fast 45 Minuten im Angriff überzeugen, fanden aber in der Abwehr-Torhüter-Kombination nicht statt. So brutal muss man es einfach für diese Partie sagen.

Jetzt heißt es nicht lange hadern. An der Ausgangsposition hat sich durch die Niederlage für den HC nichts geändert. Die Dresdner haben den Klassenerhalt weiter selbst in der Hand. In diesem Sinne sollten sie positiv nach vorn schauen. Anscheinend brauchen die Dresdner den absoluten Druck, um erfolgreich zu sein.

Tore: Huhnstock/Halfmann (beide Tor), Pulay, Jurgeleit, Dierberg 6, Gugisch 2, Buschmann, De Santis 1, Flödl 3, Kretschmer 7, Greß 3, Kammlodt 2, Becvar 2, Quade 2, Pechstein 2

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