Sommerfahrplan der HSG Konstanz

Foto: Peter Pisa

2.Bundesliga
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Bereits am 1. Juli startet Zweitliga-Rückkehrer HSG Konstanz in eine intensive Vorbereitung auf die 2. Handball-Bundesliga. Keine vier Wochen nach der gewonnenen Aufstiegsrelegation gegen Rostock soll mit neun bis zwölf Einheiten pro Woche der Grundstock für die Mission Klassenerhalt gelegt
werden.

Highlights des Sommerfahrplans sind ein Test im Derby gegen den frischgebackenen Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten, der Riva-Cup mit
einem Duell gegen den ehemaligen Europapokalsieger TuSEM Essen und Kräftemessen mit drei Schweizer Erstligisten aus der Nationalliga A. Das erste Heimspiel in Liga zwei wird voraussichtlich am 31. August um 20 Uhr in der „Schänzle-Hölle“ mit einem Knaller gegen Erstliga-Absteiger SG BBM
Bietigheim um Ex-Nationalspieler „Mimi“ Kraus stattfinden.

Angesichts des wohl erfolgreichsten Spieljahres der HSG Konstanz überhaupt kann Andre Melchert im Urlaub an der italienischen Adria mit einem zufriedenen Lächeln an der Vorbereitung und am Kader für die kommende Saison basteln. Denn wirklich frei hat der HSG-Sportchef nicht. Beim Blick zurück geht ihm allerdings das Herz auf: Die erste Mannschaft wurde Süddeutscher Meister und kehrt nach erfolgreicher Relegation nach nur einem Jahr direkt wieder in die „stärkste zweite Liga der Welt“ zurück, der U23 wäre als jüngste Mannschaft der Oberliga um ein Haar der Durchmarsch in die 3. Liga geglückt, die dritte (Landesliga) und vierte Herrenmannschaft (Bezirksklasse) sind ebenfalls aufgestiegen. Dazu konnte die A-Jugend
sich erneut direkt ohne Qualifikation zum achten Mal für die Bundesliga qualifizieren und auch die restlichen Jugendteams konnten sich wieder einen Platz in der jeweils höchsten Liga ihrer Altersklasse sichern.

„Das haben wir gut hinbekommen“, lächelt Melchert. „Als Absteiger hatten wir es in der 3. Liga zunächst schwer.“ Danach allerdings feierte die HSG 15 Siege in Serie und wurde mit elf Punkten Vorsprung souverän Meister. Dabei war Konstanz mit der besten Abwehr zugleich das fairste Team der Liga. Insgesamt 20.000 Zuschauer – im Schnitt knapp 1.200 pro Partie – strömten zu den 17 Heimspielen in den Hexenkessel „Schänzle-Hölle“. Mit dem höchsten Zuschauerschnitt der 3. Liga Süd belegte die HSG zudem Platz fünf aller 64 Drittligisten, Paul Kaletsch wurde mit 226 Treffern schließlich
auch noch Torschützenkönig im Süden.
„Mit den Siegen in Kornwestheim und Heilbronn“, erklärt Melchert die Dominanz seiner jungen Mannschaft, „waren die Köpfe frei. Ab da war es eine gute Saison.“ Neben einer tollen Entwicklung junger Spieler wie Joschua Braun und Samuel Wendel wird dies auf „die perfekt geglückte Aufteilung“ (Melchert) der Führungsaufgaben mit den neuen Kapitänen Tim Jud und Tom Wolf sowie der Arbeit der Führungsspieler Fabian Schlaich und Paul Kaletsch zurückgeführt. Dazu kommt Fabian Wiederstein als „Motivator auf dem Spielfeld“, meint er.

Der neue Modus mit der Relegation, vier zusätzlichen Spielen und langer Ungewissheit über die Ligazugehörigkeit brachte jedoch Herausforderungen bei der Kaderplanung mit sich. Der im Februar aus Fürstenfeldbruck dazu gestoßene Linkshänder Matthias Hild wurde bereits zu einer wichtigen Verstärkung. Neben den Linkshändern Fynn Beckmann und Philipp Harter stehen der ungarische Jugend-Nationalspieler Áron Czakó und der erst-ligaerfahrene Erlanger Torwart Michael Haßferter als weitere Neuzugänge fest. Alle sagten frühzeitig sowohl für die 2. als auch 3. Liga zu. Ob sich noch etwas am Aufgebot für die neue Saison tut, steht noch nicht fest. Melchert beobachtet den Markt, führt Gespräche und sagt: „Wir werden in den nächsten Wochen sehen, ob sich noch etwas Passendes für uns ergibt.“ Dies kann unter Umständen auch erst nach dem Vorbereitungsstart am 1. Juli der Fall sein.

In sieben Wochen soll nach zahlreichen Tests zu Beginn der Vorbereitung mit neun bis zwölf Einheiten pro Woche der Grundstein für den Pflichtspiel-Auftakt am 17.August mit der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den EHV Aue (Austragungsort noch offen) und den Zweitliga-Saisonauftakt eine Woche später in Hüttenberg gelegt werden. Zu einem wahren Kracher kommt es nach vorläufigem Spielplan, die Fixierung erfolgt erst bei der Ligatagung am 3. Juli, am letzten Augustwochenende im ersten Heimspiel für die HSG Konstanz. Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim wird wohl mit Ex-Nationalspieler „Mimi“ Kraus am 30. August um 20 Uhr zum einzigen Baden-Württemberg-Derby im Hexenkessel am Schänzle erwartet.
Beim Blick auf das Mittelmeer meint Melchert zum straffen Vorbereitungsprogramm: „Ziel ist es, dass jeder Spieler 60 Minuten durchspielen könnte. Wir müssen über Kampf, Heimstärke und die Abwehr kommen.“ Das Ziel Klassenerhalt ist klar definiert, genauso klar ist man sich über die Herausforderung,
die auf dem Weg dorthin wartet. Nicht weniger als elf ambitionierte Ex-Erstligisten tummeln sich unter den 18 Mannschaften im Bundesliga-Unterhaus. Melchert: „Das kann einen nur begeistern, Duelle mit diesen Traditionsvereinen.“ Der Sportliche Leiter der HSG stuft die Liga deshalb noch einmal stärker als in den letzten Jahren ein. Ab der kommenden Saison steigen zwar nur zwei Mannschaften ab, der Drittletzte geht in die Relegation. Dennoch ist sich Melchert sicher, dass „wir nur eine Chance haben, wenn wir jedes Spiel wie ein Endspiel angehen und immer alles reinwerfen. Wenn wir das hinbekommen, haben wir eine Chance auf den Klassenerhalt.“

Zuvor bietet bereits die Vorbereitung einige Highlights, wie etwa das Testspiel am 20. Juli, 18 Uhr, in Rottweil gegen den frischgebackenen Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten in einem Derby-Vergleich oder aber der Riva-Cup am 27. Juli in Backnang mit einem Duell gegen den ehemaligen Europa-pokalsieger und Zweitliga-Konkurrenten TuSEM Essen. Zudem möchte sich die HSG in Vergleichen mit drei Nationalliga-A-Klubs aus der Schweizer Eliteklasse (Bern, Luzern, Zürich) die nötige Wettkampf-Härte für die 2. Bundesliga holen. Während der Vorbereitung werden immer wieder individuelle Tests durchgeführt und die Belastung darauf abgestimmt werden. Damit nicht nur Andre Melchert auch im nächsten Sommer mit einem Lächeln aus seinem Bungalow auf das Meer blicken und sagen kann: „Cool, sich gegen diese Mannschaften in der 2. Bundesliga messen zu können.“ Für diesen
Traum haben sie in Konstanz ein Jahr lang hat gearbeitet. Ab 1. Juli wird dies noch mehr und intensiver sein als im vergangenen.

Sommerfahrplan der HSG Konstanz:
1. Juli: Vorbereitungsstart
12. Juli, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen VfL Pfullingen
20. Juli, 18 Uhr, Doppelsporthalle Rottweil: Testspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten
24. Juli, 18 Uhr: Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen HC Kriens-Luzern
27. Juli ab 13 Uhr: Riva-Cup in Backnang mit TuSEM Essen, Pfullingen und Backnang
31. Juli, 20 Uhr: Beachhandball-Einlagespiel bei den Beach-Days Überlingen
2. bis 4. August: Trainingslager in der Sportschule Ruit
7. August, 17.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen BSV Bern
9. August, 19.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen GC Amicitia Zürich
14. August, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen SV Salamander Kornwestheim
17. August: 1. Runde DHB-Pokal gegen EHV Aue (mögliche 2. Runde am 18. August gegen Ludwigshafen oder Leutershausen), Austragungsort noch offen
24./25. August: Saisonstart 2. Handball-Bundesliga in Hüttenberg
31. August, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Erstes Heimspiel 2. Bundesliga gegen SG BBM Bietigheim

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