Die Stimmen zum Spiel gegen Polen

Foto: Sascha Klahn/DHB

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10.400 Fans feiern das EM-Ticket: Mit dem 29:24 über Polen in Halle/Westfalen – dem vierten Sieg im vierten Qualispiel - hat die deutsche Mannschaft sich für die EHF EURO 2020 qualifiziert.

Auch wenn es schwerer war als beim Hinspiel in Mittwoch (24:18), waren allen Beteiligten zufrieden – die Stimmen zum Spiel.

Bundestrainer Christian Prokop: Polen hat ein ganz anderes Gesicht gezeigt als am Mittwoch. In der ersten Halbzeit hatten wir in der Abwehr nicht die Griffigkeit, um die polnischen Angriffe zu unterbinden. Wir kamen nichts ins Tempospiel und haben vorne zu viel verworfen. So hatten wir eine andere Situation als am Mittwoch, als wir von Beginn an die Partie unter Kontrolle hatten. Auch weil das Publikum sensationell war und das WM-Feeling weitergetragen haben, bekamen wir mehr Zugriff. Am Mittwoch haben wir insgesamt 18 Tore kassiert, heute alleine in der ersten Hälfte 16, das zeigt unsere Probleme in der Abwehr. In der zweiten Hälfte standen wir aber hinter sicherer und kamen in unser Tempospiel. Wir haben uns viele Chancen dank guten Passspiel kreiert, aber zu viel verworfen. In der 50. Minute dachte ich dann, wir hätten das Spiel im Griff, aber Polen kam nochmal ran. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft, haben nicht aufgegeben und haben nun Planungssicherheit für die nächsten Monate. In den letzten beiden Qualispielen wird es Veränderungen geben, das Ausmaß müssen wir noch sehen.

Kapitän Uwe Gensheimer: Ich bin natürlich froh, dass wir gewonnen haben und das EM-Ticket frühzeitig gelöst haben. Man darf nicht immer davon ausgehen, dass wir in jedem Spiel leicht und locker direkt mit vier, fünf Toren vorne liegen, dafür waren die Polen heute zu stark. Es war knapper als am Mittwoch, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir es nicht schaffen würden. Dass ich zehn Tore geworfen habe, liegt auch an den Siebenmetern, und die haben ja andere rausgeholt. Handball ist immer noch ein Mannschaftsport, und da bin stolz, mit einer so tollen Mannschaft zu spielen. Jetzt haben wir zwei Spiele mit weniger Druck, aber wir werden professionell mit dieser Situation umgehen. Die EM bietet nun die Möglichkeit, sich direkt für Olympia zu qualifizieren, wenn wir den Titel holen. Ich denke, wir werden dort mit viel Selbstvertrauen auflaufen.

Hendrik Pekeler: Polen war viel aggressiver als am Mittwoch und war gut vorbereitet. Wir kamen nicht so ins Spiel. In der zweiten Hälfte hatten wir das Spiel eigentlich im Griff, lassen die Polen aber noch auf zwei Toren rankommen. Da fehlte uns zwischenzeitlich die Sicherheit, aber wir haben nie aufgegeben. Jetzt haben wir das EM-Ticket, und in den übrigen Qualispielen werden einige Spieler pausieren können.

Tim Suton (s. Foto): Es war uns klar, dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird. Polen war am Mittwoch schon stark. Wir haben viel verworfen. Aber als Silvio Heinevetter einige wichtige Bälle abgewehrt hatte, wurde die Abwehr besser und wir haben vorne wieder gut getroffen. Nach zwei Fehlwürfen von uns kam Polen wieder auf zwei ran, aber dann haben wir uns keine großen Fehler mehr geleistet und haben das souverän gelöst. In den nächsten zwei Spielen wird sich das Trainer etwas einfallen lassen, aber es ist natürlich unser Ziel, die Qualifikation mit zwei Siegen zu beenden.

Patryk Rombel, Nationaltrainer Polen: In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut mitgehalten, waren auf Augenhöhe mit Deutschland. Die entscheidende Phase war zu Beginn der zweiten Hälfte, als wir sieben Minuten ohne Tor bleiben und Deutschland sich absetzen kann. Zudem hat Silvio Heinevetter in dieser Phase wichtige Bälle gehalten. Deutschland hat bis zum Schluss gekämpft, daher Glückwunsch zum Sieg und zur EM-Qualifikation. Ich hoffe, wir werden uns dort wiedersehen.

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