Aurich: Aufstieg weiter in eigener Hand

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Das darf nicht passieren: Darin waren sich die Handballer des OHV Aurich nach dem Fiasko gegen den Stralsunder HV einig. Es ist nun aber mal passiert. Für die Auricher reichte es zum Auftakt der Aufstiegsrunde in die 3. Liga nach einer 20:12-Halbzeitführung am Ende nur zum 30:30.

Sie haben die Aufstiegschance aber immer noch in eigener Hand. Entscheidend ist jetzt das Spiel am kommenden Sonnabend, wenn der OHV um 19 Uhr beim TuS Vinnhorst in Hannover antreten muss.

Der Meister der Oberliga Niedersachsen ist der Dritte im Bunde der Aufstiegsanwärter in der Gruppe Nord und war am ersten Spieltag der Relegationsrunde außen vor. So hatte es die Auslosung ergeben. Am Ende steigen der Tabellenerste und Zweite auf.

Für die Vinnhorster aber steht vor ihrem Heimspiel gegen den OHV zunächst am Donnerstag noch die Auswärtsaufgabe beim Stralsunder HV. „Beide Aufgaben sind sehr schwer“, sagt TuS-Trainer Nei Cruz Portela. Zumal für seine Mannschaft noch dazu kommt, dass zwischen ihren beiden Spielen nur ein Tag zum Luft holen bleibt.

Gewinnen am Donnerstag die Stralsunder, hätten sie den Aufstieg geschafft. Gewinnen die Vinnhorster in Stralsund, wären sie sicher in der 3. Liga. Aber egal, wie diese Partie endet: für den OHV ist das Spiel beim TuS Vinnhorst in jedem Fall ein Endspiel, in dem sie aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen können.

Die Hannoveraner sicherten sich unter Nei Cruz Portela in der Oberliga Niedersachsen als Aufsteiger mit 45:7 Punkten die Meisterschaft. In der ersten Relegationsrunde verpassten sie den Aufstieg nur aufgrund ihrer weniger erzielten Auswärtstore. Sie gewannen zwar mit 24:22 Toren das Rückspiel beim HC Elbflorenz II. Das aber reichte nicht, weil sie ihr Heimspiel mit 26:28 Toren verloren hatten. Das Ende war aus Sicht der Vinnhorster vor allem deshalb frustrierend, weil sie zur Halbzeit mit 13:6 geführt und 30 Sekunden vor Schluss zum 24:21 getroffen hatten. Das wäre der Aufstieg gewesen. Sie kassierten anschließend aber das 24:22.

Von daher kann Nei Cruz Portela nachempfinden, wie sich die Auricher am Sonnabend gefühlt haben müssen. Eine hohe Führung verspielt. „Da lastet eine Menge Druck auf den Spielern. Da spielt man gehemmt“, sagt er.

Die Vinnhorster sind zwar als Aufsteiger in die Oberliga-Saison gestartet. Ihr Durchmarsch kam aber nicht völlig überraschend. Die Konkurrenz hatte das Team schon ganz oben auf dem Favoritenzettel. Hatte sich der TuS doch mit acht Spielern verstärkt. Fünf von ihnen kamen vom Drittligisten HF Springe, der seine Mannschaft aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb abmeldete. Der TuS selbst hatte sich einen Platz unter den ersten drei Teams zum Ziel gesetzt.

„Wenn wir den Aufstieg in die 3. Liga schaffen sollten, wäre das für den Verein ein Riesenerfolg“, sagt Nei Cruz Portela.

Auf lange Sicht aber möchten die Vinnhorster viel mehr. Sie wollen hinter der TSV Burgdorf die Nummer zwei in Handball-Hannover werden. Der Traum des Vereinsvorsitzenden Uwe Jankowski wäre die 2. Liga.

An den räumlichen Voraussetzungen dafür arbeiten die Vinnhorster bereits. Der TuS mit seinen rund 800 Mitgliedern möchte auf seinem Gelände in Hannover eine vereinseigene Tribünenhalle und ein Turnzentrum bauen. Kostenpunkt: rund 15 Millionen Euro. Ein Sponsor gibt das Geld. Die Erdar-beiten haben Ende vergangenen Jahres begonnen.

Für die Aufstiegsspiele sind die Vinnhorster von ihrer eigentlichen Sporthalle in die nahe gelegene Wendlandhalle umgezogen. „Das ist eigentlich nicht unsere Halle. Wir haben dort nie trainiert. Aber die andere ist sehr klein“, sagt Nei Cruz Portela. Dort ist nur für rund 200 Zuschauer Platz. In die Wendlandhalle passen etwa doppelt so viele.

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