Saison-Abbruch in der Frauenhandball-Bundesliga

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Die Bundesligasaison der Handball-Frauen ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Dies entschied der Vorstand der Handball Bundesliga Vereinigung-Frauen (HBF) am Mittwoch.

Sowohl in der Ersten- als auch der Zweiten Bundesliga gibt es in dieser Spielzeit keine sportlichen Absteiger. Über mögliche Aufsteiger sowie die Vergabe der internationalen Startplätze wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die HBF reagierte mit dem Beschluss auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus, wegen der ein geregelter Spielbetrieb für unbestimmte Zeit nicht möglich ist.

"Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit würden die Clubs aufgrund der damit verbundenen Einnahmeverluste im Bereich Ticketing und Sponsoring in unzumutbarer Weise belasten. Schon jetzt stehen die 14 Erst- und 16 Zweitligisten im Hinblick auf die kommende Saison vor enormen, nie da gewesenen wirtschaftlichen Herausforderungen", hieß es in einer HBF-Mitteilung.
Buxtehude bangt um Zukunft

"Diese Entscheidung der HBF war absolut alternativlos. Die Corona-Pandemie und die Folgen sind eine extreme Belastungsprobe für unsere Gesellschaft. In Zeiten, da sich Millionen Menschen um ihre Gesundheit sorgen und die wirtschaftlichen Folgen für unser Land überhaupt nicht absehbar sind, rückt der Sport verständlicherweise in den Hintergrund", sagte Peter Prior, Geschäftsführer des Bundesligisten Buxtehuder SV. Der niedersächsische Club belegte nach 20. Spieltagen den siebten Platz in der Tabelle. Durch den Saison-Abbruch ist die Zukunft des DHB-Pokalsiegers von 2015 und 2017 gefährdet. "Handball-Marketing Buxtehude als wirtschaftlicher Träger der Bundesliga-Mannschaft wird genauso wie viele andere Clubs - im Handball, aber auch in anderen Sportarten - ums Überleben kämpfen müssen", erklärte Prior.

Offen ist die Austragung des Final-Four-Turniers im Pokal, das aufgrund behördlicher Vorgaben nicht wie geplant am 23./24. Mai in Stuttgart stattfinden kann. Das Bundesland Baden-Württemberg hat nach aktuellem Stand alle Veranstaltungen bis Mitte Juni verboten. Die HBF prüft eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt. Der Thüringer HC, TuS Metzingen, TPSG FA Göppingen und Borussia Dortmund haben sich für das Final Four qualifiziert.

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