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Torfestival in Tallin

Foto: DHB

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Alfred Gislason wahrt als Bundestrainer seine weiße Weste, die Männer-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbunds hat erwartungsgemäß auch ihr erstes Auswärtsspiel unter dem neuem neuen Trainer gewonnen - und etwas für die Tordifferenz getan.

Im ersten Länderspiel überhaupt gegen Estland setzte sich Deutschland am Sonntag in der EM-Qualifikation in Talinn mit 35:23 (13:12) durch und führt die Qualifikationsgruppe 2 nun mit 4:0 Punkten an. Drei Tage nach dem hart erkämpften 25:21 gegen Bosnien-Herzegowina in Düsseldorf brauchten Uwe Gensheimer & Co. auch in Estland eine Halbzeit, um auf Touren zu kommen und das Spiel dann aber souverän zu entscheiden.

Das 35:23 (der deutlichste Sieg des Länderspieljahres 2020 in der letzten Partie) war der 16. Sieg in Folge in einem EM-Qualifikationsspiel in Folge, Kai Häfner (zum 5:3) und Julius Kühn (zum 11:7) erzielten dabei jeweils ihr 200.Länderspieltor. Die junge estnische Mannschaft, die ihr erstes Qualifikationsspiel in Österreich mit 28:31 verloren hatte, hielt bis zur Pause mit - vor allem dank der starken Leistung von Torwart Rasmus Ots. Dennoch lag die Auswahl des Deutschen Handballbunds in den 60 Minuten kontinuierlich in Führung - im Gegensatz zum Heimspiel gegen Bosnien, als die Gislason-Truppe nach dem 9:13 zur Pause erst danach die Wende schaffte.

In Tallinn war Julius Kühn von Beginn an „on fire“, zur Pause hatte der Rückraumspieler der MT Melsungen schon sieben seiner insgesamt neun Treffer auf dem Konto. Weil aber einige Chancen verworfen wurden und auch weil Hendrik Pekeler nach einem Cut über dem Auge für einige Minuten auf der Bank behandelt werden musste - kamen die flott aufspielenden Esten kurz vor dem Seitenwechsel fast zum Ausgleich, mit einem 13:12 aus deutscher Sicht wurden die Seiten gewechselt. „Diese knappe Führung war noch nicht zufriedenstellend, aus dem Rückraum müssen wir besser treffen. Zudem leisten wir uns zu viele Ballverluste“, war die Halbzeitbilanz von DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Aber wie schon gegen die Bosnier hatte Gislason in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Wie verwandelt kam die DHB-Auswahl aus der Kabine. Mit 10:2 Treffern in Folge wurden die Gastgeber förmlich überrannt, im deutschen Angriff lief viel mehr zusammen, die Abwehr stand sicher und kassierte in 15 Minuten nur zwei Gegentreffer, spätestens beim 23:14 war die Messe gelesen. Danach konnten sich vor allem die jungen Spieler in Szene setzen wie Torwart Till Klimpke oder die Rückraumspieler Sebastian Heymann, der drei Treffer beisteuerte, und Juri Knorr. Beim 28:18 betrug der Vorsprung erstmals zehn Treffer, der größte Abstand zu den am Ende kraftlosen Esten waren 14 Tore beim 33:19.

Estland - Deutschland 23:35 (12:13)

Deutschland: Klimpke, Bitter – Gensheimer (4/1), Lemke (1), Wiencek (4), Reichmann (1), Heymann (3), Pekeler (4), Knorr (2), Michalczik, Häfner (2), Semper (1), Schiller (4/2), Kühn (9), Drux, Kastening

Estland: Ots, Aleksejev, Priskus - Kase, Johansson (1), Celmins (2), Toom (4), Oolup, Hiiend (1), Rebane (1), Lees (3/3), Varik (4), Voika (2), Pärt (3), Timmo (2)

Schiedsrichter: Petrusys/Barysas (Litauen)

Siebenmeter: Deutschland 5/3 (Gensheimer und Reichmann verwerfen) – Estland: 3/3

Zeitstrafen: Estland: 8 Minuten (Varik/4, Celmins, Toom)/Deutschland: 0 Minuten

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