HVB wie ein Absteiger

(Foto: Uwe Serreck)

Oberliga HVN
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Das ist eine Demütigung für den HV Barsinghausen gewesen. Die Deisterstädter kamen am Sonnabend im Oberliga-Derby nach einer erschreckend schwachen Vorstellung gegen die HSG Schaumburg mit 16:32 (8:16) unter die Räder.

Der Blick in die Gesichter der Trainer nach dem Abpfiff war ein Spiegelbild der 60 Minuten in der Glück-Auf-Halle. Während HVB-Coach Jürgen Löffler wie abwesend am Verschluss seiner Wasserflasche drehte und in die Halle starrte, war sein Gegenüber Sebastian Reichardt, einst selbst Spieler an der Bergamtstraße,, bester Laune: „Barsinghausen hat schon am Anfang geflattert. Wir haben eine sehr gute Abwehr gespielt, die praktisch unüberwindbar war.“ Das hohe Ergebnis lag zur Hälfte an der Klasse des Gegners. Vielmehr ließ der HVB bis auf die Anfangsphase alles vermissen, was nötig ist, um im Abstiegskampf zu bestehen. „Ganz schlimm, so darf man sich nicht präsentieren“, sagte Teammanager Julian Frädermann.

Nur die ersten Minuten ließen die 250 Zuschauer auf ein ähnlich packendes Duell wie beim 29:28-Sieg im September in Waltringhausen hoffen. Der Ex-Barsinghäuser Fynn Graafmann brachte die Gäste mit 2:0 (5.) in Führung, doch der HVB konterte durch Kevin Loh zum 3:2 (8.). Als Torsten Lippert auf 5:4 (12.) erhöhte, war die Stimmung auf der Tribüne noch bestens. Danach ging nichts mehr. Der HVB machte Fehler, die Schaumburg mit drei Gegenstößen zur 8:5-Führung (18.) bestrafte. Bezeichnend: Philipp Daseking ballerte einen Siebenmeter einen halben Meter neben das Tor. Löffler probierte in der Folge im Rückraum viel, an der Ideenlosigkeit seiner Mannschaft änderte das nichts. Selbst, dass André Hübner beim 6:11 (22.) einen Gegenstoß entschärfte, weckte seine Vorderleute nicht aus ihrer Lethargie.

Schon drei Minuten vor dem Ende der Halbzeitpause schickte Löffler seine Spieler wieder auf´s Feld. Die erhoffte Energie dieser Maßnahme war aber schon nach dem ersten Treffer der Gäste zum 8:17 wieder verpufft. Danach wurde es peinlich, denn Schaumburg zog bis zur 44. Minute auf 26:11 davon. Allein der nachlassenden Konzentration der HSG war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht die leicht mögliche 20-Tore-Marke knackte. Nach dieser nicht oberligatauglichen stellt sich die Frage: Gegen wen will der HVB so noch gewinnen? Eine Antwort darauf wusste Julian Frädermann auch nicht: „Aber wir werden in der kommenden Woche viel reden müssen.“

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