Interview zum Oberliga-Knüller

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Oberliga HVN
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Die neue Saison in der Oberliga beginnt am Sonnabend (19.30 Uhr, Aue-Halle in Wunstorf) mit einem echten Knaller: Großenheidorn gegen den HV Barsinghausen elektrisiert seit Jahren die Fans. Zuletzt trafen sich beide Clubs 2016/2017. 29:29 und 36:29 hieß es aus Sicht des MTV, der als Absteiger aus der dritten Liga auch diesmal die Favoritenrolle inne hat.

Die Trainer Marc Siegesmund (MTV) und Stefan Wyss (HVB) wagen im Doppelinterview einen (Saison-)ausblick.

Marc Siegesmund, Stefan Wyss – zum Auftakt wartet gleich das Derby. Besser geht es nicht, oder?

Siegesmund: Das ist mir eigentlich egal. Wir müssen eine Standortbestimmung und wir wollen unbedingt gewinnen. Ob mit zehn oder mit einem Tor spielt keine Rolle.
Wyss: Es geht zunächst darum, uns als Mannschaft zu finden. Heidorn ist ein sehr emotionaler Verein, der dafür steht, eine besondere Stimmung zu schaffen. Es ist eine geile Halle und ein besonderes Spiel. Ich freue mich darauf.

Wie fällt Ihr Fazit der Vorbereitung aus?
Siegesmund: Durch den Abschied von Till Hermann haben wir Einiges geändert und sind im Spielsystem breiter aufgestellt. Wir müssen jetzt mehr für die Tore arbeiten, aber ich denke, dass wir den Verlust von Till kompensieren werden. Die Jungs sind fit – ich denke, wir sind bereit für die Saison.
Wyss: Ich hätte gerne noch ein bis zwei Wochen gehabt, um mit dem kompletten Kader zu arbeiten. Als neuer Trainer muss man erst die Mannschaft kennenlernen, das nimmt Zeit in Anspruch. Deshalb werden wir noch bis Oktober brauchen, bis wir da sind, wo ich hin will. Aber immerhin haben wir schon einen Plan für die Abwehr.

Welche Rolle werden die Neuen spielen?
Siegesmund: Beide passen menschlich super rein. Kevin ist ein guter, mitdenkender Kreisläufer. Er ahnt voraus, wo sich Lücken auftun und hat einen starken Abschluss. Kilian war als Mittelmann am schwierigsten zu integrieren, gerade weil er ein anderer Typ als Maik Bokeloh und Maurice Nolte ist. Mit ihm haben wir außerdem eine gute Option in der Abwehr. Er ist Führungsspieler und mein verlängerter Arm auf dem Feld.
Wyss: Ich bin bisher sehr zufrieden. Timo hat mit seiner Erfahrung gezeigt, dass er uns helfen kann und durch Hannes Narten als Linkshänder bekommen wir taktische Möglichkeiten. Yannik ist mit zwei Metern durch seine Körperlichkeit stark im eins gegen eins und in der Abwehr. Man kann ihn auch mal oben anspielen. Philip ist technisch stark und hat sich torgefährlich gezeigt.

Durch das Jahr in der dritten Liga hat sich beim MTV rund um die Mannschaft viel getan, Barsinghausen scheint nicht ganz so weit. Wie beurteilen Sie das Umfeld?
Siegesmund: Da läuft eine ganze Menge. Wir wollen uns so vergrößern, um vielleicht irgendwann wieder an mehr zu denken. Die Sponsorenveranstaltungen waren interessant, aber in erster Linie müssen wir als Mannschaft unsere Aufgabe auf dem Spielfeld erfüllen.
Wyss: Das Engagement der Ehrenamtlichen im Umfeld ist überragend. Das war auch der Grund, warum ich das in Barsinghausen noch einmal gemacht habe. Man könnte meinen, dass die Rolle von Julian Frädermann als Spieler und Teammanager ein gewisses Reibungspotenzial birgt. Das ist sehe bei uns nicht. Er ist ein super Charakter und von allen akzeptiert.

Wie schätzen Sie grundsätzlich das Niveau der Oberliga ein?
Siegesmund: Die spieltaktischen Aspekte sind in den Hintergrund getreten, dafür gewinnt das Körperliche, um sich im eins gegen eins zu behaupten immer mehr an Bedeutung. Das sieht man auch in der Bundesliga, dass auf den Schlüsselpositionen Leute spielen, die ihre individuellen Stärken einbringen. Wir haben darauf reagiert und trainieren dreimal in der Woche. 2017/18 sind wir mir mit zweimal Training aufgestiegen. Das geht nicht mehr.
Wyss: Nach den Videos die ich gesehen habe ist mein Eindruck: Das Angriffsspiel ist wesentlich strukturierter, als es 2007 war, als ich weggegangen bin. Das hat bei den meisten Vereinen ein wesentlich höheres Niveau.

Wie lautet ihr Saisonziel und wen sehen Sie als Konkurrenten?
Siegesmund: Ein Platz unter den ersten drei ist für uns machbar, wobei der MTV Braunschweig der Favorit sein sollte. Wichtig ist der Start. Unser Auftaktprogramm mit den folgenden Spielen gegen Lehrte und Nienburg ist machbar. Aber es ist kein Spiel dabei, wo ich sage: das müssen wir machen.
Wyss: Als erstes muss die Deckung funktionieren, dann der Tempogegenstoß und als letztes der Angriff. Daraus ergibt sich ein Platzierungsziel. Wir wollen auf jeden Fall nicht wieder so lange um den Klassenerhalt zittern wie in der vergangenen Saison. Die Frage zu unseren Konkurrenten kann ich nicht beantworten. Das kann ich nicht einschätzen.

 

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