Barsinghausen glücklich

Foto: Uwe Serreck

Oberliga HVN
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Die Barsinghäuser Fans in der Glück-Auf-Halle waren am Sonnabend nach dem 28:27 (11:13)-Sieg gegen die TSV Burgdorf III völlig aus dem Häuschen und feierten ihre Mannschaft. Nach der ärgerlichen Auftaktpleite beim MTV Großenheidorn schnappten sich die Männer des HV Barsinghausen im ersten Heimspiel der Saison die so wichtigen zwei Punkte.

Matchwinner war Julian Frädermann (s. Foto), der die Kugel 29 Sekunden vor Schluss zum entscheidenden Treffer in die Maschen warf. Mit großer Leidenschaft verteidigte das Team in der Folge den Sieg.

Der war allerdings teuer bezahlt. Nach einer knappen Viertelstunde fiel Lukas Müller nach einem Wurfversuch unglücklich auf seinen rechten Ellenbogen und musste wenig später mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die bittere Diagnose: Bruch des Radiusköpfchens und drei Monate Pause. Sehr bitter, weil Müller eine starke Vorbereitung hatte und ein Garant in der 6:0-Abwehr war.

Wie von Trainer Stephan Wyss prophezeit, hatte der HVB von Beginn an große Probleme mit den Gästen, die mit einer anderen Aufstellung und vor allem wesentlich kompakter als bei der 19:39-Klatsche gegen Ligafavorit MTV Braunschweig auftraten. „Das war sehr schwer für uns darauf einzustellen und im Rückraum hat uns der Druck gefehlt“, sagte Wyss. Gerade als die Mannschaft langsam ins Spiel fand, muss Lukas Müller runter. Den Schock nach der erzwungenen Umstellung nutzte Burgdorf, um sich auf 12:8 (21.) abzusetzen.

Als die Gäste nach Wiederanpfiff sogar auf 17:12 (35.) erhöhten, schien das Spiel dem HVB zu entgleiten. „Mit solchen Gedanken beschäftigt man sich als Trainer aber nicht, sondern überlegt, was man verbessern kann“, verriet Wyss nach dem Spiel. Ganz offensichtlich fand er die richtigen Lösungen, denn eine Überzahl nutzte seine Mannschaft zum 15:17-Anschluss (40.). Entscheidend war, dass die 6:0-Abwehr jetzt endlich mehr Zugriff bekam und einige Ballgewinne erzwang. Burgdorf setzte sich nochmal auf 21:17 (45.) ab, doch der HVB war längst im Kampfmodus. Mit Julian Frädermann, der unter der Woche beruflich bedingt nicht trainierte, zog der Coach dann den richtigen Joker. Der Halblinke glich per Doppelpack zum 22:22 (50.) aus und die Fans tobten, zumal Kevin Loh nur 40 Sekunden später sogar das 23:22 nachlegte. „Die Stimmung war bombastisch“, sagte Teammanager Julian Frädermann. Es ging jetzt hin und her und beide Mannschaften drückten mit offenem Visier auf den Sieg. Den holte sich Barsinghausen.

„Spielerisch lief zwar einiges noch nicht rund, aber die Jungs haben eine tolle Moral gezeigt“, sagte Wyss. Er erhofft sich davon einen Schub für die nächsten Spiele. Am Sonnabend wartet mit Großenheidorn-Bezwinger Lehrter SV wieder in der Glück-Auf-Halle der nächste dicke Brocken.

HVB: Wegner, Hübner; Jannis Frädermann, Julian Frädermann (beide 6), Lippert, Sonneborn (beide 4), Schulze (3), Loh, Pallein (beide 2), Daseking (1), Lukas Müller, Narten, Obrock.

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25.10.2019 20:15
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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019 23:17:20
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