Barmbek gibt Punkt ab

Foto: Bennet Göing

Oberliga allgemein
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Im Topspiel der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein musste sich die HG Hamburg-Barmbek mit einem 26:26 (14:14)-Unentschieden gegen den TSV
Hürup am Ende trotz klarer Überlegenheit mit einem Punkt begnügen.

Ohne Jannes Timm, der verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte, begann die Partie ausgeglichen und nach fünf Minuten stand es 3:3. In der Folge war die HGHB dann das stärkere Team und stellte eine gute Abwehr, die nach langen Angriffen bei drohendem Zeitspiel allerdings oft trotzdem noch ein Tor kassierte. Auch in der Offensive kamen die Barmbeker immer wieder zu guten Möglichkeiten, sodass sie zunächst auf 8:5 erhöhten und auch nach einer Viertelstunde mit 11:8 vorne lagen.

Allerdings trafen die Hausherren bis zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Mal nur den Pfosten oder die Latte, sodass die Führung auch schon deutlich höher hätte ausfallen können. In den nächsten Minuten war es weiterhin die Chancenverwertung, die verhinderte, dass Barmbek seinen Vorsprung hielt oder ausbaute und die Gäste kamen beim 13:13 nach 28 Minuten wieder zum Ausgleich. Wenig später gelang dem TSV sogar kurzzeitig die Führung, bevor es beim Stand von 14:14 in die Kabinen ging und Barmbek sich vorwerfen musste, keine Führung mit in die Pause zu nehmen.

Im zweiten Durchgang lief für die HGHB weiterhin lange fast alles nach Plan: Die Abwehr stand sicher und ließ bis auf Einzelaktionen oder Kreis-anspiele in der Kleingruppe nur wenig zu. Im Angriff wurden hingegen gute Chancen herausgespielt, allerdings weiterhin zu viele davon vergeben. So erhöhte Barmbek zwar schnell auf 18:15 (40.), konnte sich allerdings nicht weiter absetzen und die Gäste kamen eine Viertelstunde vor dem Ende wieder bis auf 18:19 heran. Durch drei Tore in Folge durch Timon Kaminski zogen die Hausherren erneut auf 22:18 davon (49.) und sowohl nach 53. Minuten beim 23:20 als auch drei Minuten vor dem Schlusspfiff beim 26:23 sah alles nach einem verdienten Heimsieg aus. Doch der HGHB sollte kein Treffer mehr gelingen und während selbst völlig freie Würfe vergeben wurden, waren auch nicht alle Pfiffe nachvollziehbar. Aber auch in der Deckung wurden in der Schlussphase kaum noch Gegentreffer verhindert, sodass der TSV wieder bis auf 25:26 verkürzen konnte. Nach relativ langen Angriffen während des Spiels, drohte im letzten Barmbeker Angriff dann schon nach weniger als 20 Sekunden überraschend Zeitspiel. Trotzdem fand Martin Laursen eine Lücke, verfehlte das Tor aber nach nicht geahndeter Bedrängnis von der Seite. Im Gegenzug holten die Gäste einen Siebenmeter heraus, der mit dem Schlusspfiff zum aus Hüruper Sicht sehr schmeichelhaften Ausgleich genutzt wurde.

Damit hat die HGHB den direkten Vergleich zwar gewonnen und führt die Tabelle momentan weiter an, muss sich diesen völlig unnötigen Punktverlust trotz klarer Überlegenheit aufgrund der mangelnden Chancenverwertung aber vor allem selber zuschreiben. Denn mit einem Spiel weniger hat nun der TSV Hürup die Entscheidung um die Meisterschaft in der eigenen Hand und Barmbek muss alle Spiele gewinnen und zudem auf einen Punktverlust des Kontrahenten hoffen.

Am kommendenSamstag geht es für die HGHB mit einem weiteren Topspiel beim THW Kiel 2 weiter, das am Samstag, 23. März, um 18.00 Uhr in Kieler Helmut-Wriedt-Halle angepfiffen wird.

„Glückwunsch an Hürup. Der Punktgewinn war heute zwar etwas glücklich, aber aufgrund unserer schlechten Abschlussquote, gerade bei den freien Bällen, auch verdient. Meine Mannschaft hat taktisch clever gespielt, die starke Hüruper Deckung vor unlösbare Aufgaben gestellt, aber das Runde muss in das Eckige. Die Achse Ove Jensen und Philipp Hinrichsen ist aufgrund der Physis und Präsenz nur schwer zu verteidigen, aber unser Über-greifen wird leider ständig bestraft. Das nervt mittlerweile und ist nicht fair. Ich habe mir das gesamte Spiel nochmal auf Video angeschaut. Man möge es mir aufgrund meines langsam vergreisenden Hirns verzeihen, dass ich die Zeitspiel-Auslegung nicht nachvollziehen kann, aber zählen kann ich noch und wenn, dann sollte wirklich auf beiden Seiten gleich ausgelegt werden. Wir hätten das Spiel aber trotz aller Widrigkeiten für uns entscheiden müssen. Haben wir nicht und damit steht Hürup absolut zu Recht dort oben und hat jetzt alles selbst in der Hand“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach dem Spiel.

Tor: Florian Knust, Gerald Dobratz

Feld: Michael Kintrup (7), Timon Kaminski (5), Christoph Wischniewski (5/2), Finn Maciejewski (4), Timo Tennenbaum (2), Lasse Kohnagel (2),
Martin Laursen (1), Henning Mauer, Nico Hecht, Moritz Hesse, Robin Morgner, Jannes Timm

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