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Di, Mai
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Korschenbroich rettet zumindest einen Punkt

Bild: TV Korschenbroich

Oberliga allgemein
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Das Ergebnis dürften nicht viele erwartet haben, weil der TVK nach zuletzt eher sehr durchwachsenen Leistungen der Hausherren als Favorit gelten musste.

Nach dem Verlauf der Partie ging das Ergebnis allerdings weitgehend in Ordnung, wie Trainer Dirk Wolf (siehe Bild) bestätigte: „Wir haben nicht gut gespielt und keinen richtigen Zugriff bekommen, von der ersten bis zur letzten Minute nicht. Remscheid hat aufopferungsvoll gekämpft." In der Mitte der zweiten Hälfte schienen sogar eine ganz große Überraschung möglich zu sein, denn hier lagen die Remscheider mit 21:18 (43.) in Führung. Torschütze per Siebenmeter: Rückraumspieler Michael Heimannsfeld, den die Gäste insgesamt nie in den Griff bekamen. Den Rest der Unterzahl (Aaron Jennes hatte nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte gesehen) überstanden die Gäste allerdings unbeschadet – und Sascha Wistuba verkürzte sogar auf 19:21 (44.). Dieser Anschluss-Treffer war das Signal für eine extrem abwechslungsreiche Schlussphase, in der beide Seiten hätten gewinnen können.

Philip Schneider (48.), Mats Wolf (48.) und Justin Kauwetter (50.) machten aus dem Rückstand ein 22:21 für Korschenbroich, das Remscheid durch Yannik Faust (51.) und Pascal Schiewe (51.) zum 23:22 konterte. Ab jetzt musste der TVK wieder hinterherrennen, weil die HG stets einen Treffer vorlegte – zuletzt das 27:26 (57.). Nun nutzte David Biskamp zwar den Siebenmeter zum 27:27 (59.), doch die Überzahl für die restlichen 74 Sekunden nach der Roten Karte gegen Remscheids Dominik Voss brachte den Gästen nichts mehr ein. „Wir hätten gerne beide Punkte mitgenommen", fand Coach Wolf, der bei den Remscheidern auch viel Routine erkannte. Damit meinte er in erster Linie Pascal Schiewe und noch viel mehr Michael Heimannsfeld, der mit zehn Treffern erneut der beste Werfer der Hausherren war.

Das Resultat ging für Korschenbroich deshalb noch einigermaßen in Ordnung, weil es den einen oder anderen Kontrahenten aus dem oberen Tabellenbereich deutlich schlimmer erwischte. TuSEM Essen II etwa verlor beim auf Rang drei vorgerückten TV Rheinbach mit 23:24 und ist jetzt Vierter (beide 7:5 Punkte). Die SG Ratingen, die als einziger Regionalligist klar den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat, unterlag beim Spitzenreiter TuS 82 Opladen klar mit 25:31 und scheint als Neunter (5:7) im Kampf um die Meisterschaft fast aus dem Rennen zu sein. Der TVK (9:3) ist demnach weiter der erste Verfolger der Opladener, die nach sechs Siegen über eine weiße Weste verfügen (12:0) und immer mehr die Rolle des Titelkandidaten Nummer eins übernehmen.

Noch nicht zum Einsatz kam der nach der Verletzung von Viktor Fütterer (Kreuzbandriss) aus dem Handball-Ruhestand zurückgeholte Tim Christall, weil dem TVK-Coach das Risiko als zu groß erschien – im Interesse des Spielers, der über wenig Trainingspraxis verfügt und zumindest ein bisschen mehr Zeit zur Vorbereitung bekommen soll. Obwohl dadurch eine Portion Routine auf dem Feld fehlte, lagen die Ursachen für den Punktverlust woanders. Und die Partie zeigte erneut, dass in der Regionalliga derzeit tatsächlich fast jeder wenigstens zu Hause jeden schlagen kann.

HG Remscheid: Bungart, R. Franz, Geske - Schiewe (2), Faust (3), Heimannsfeld (10/1), Pütz, Voss (4), Schönfeldt, Rother, Jansen, Rath (2), Bonekämper (1), Hermann (5/1).

TV Korschenbroich: Jäger, Krüger - Wistuba (2), Dicks, Jennes, Brinkhues (2), Zidorn (2), Christall, M. Wolf (1), Kauwetter (4), Biskamp (11/7), Schneider (5), D. Franz.

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