Titeltraum geplatzt - Deutschland verliert

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Der Titeltraum der deutschen Handballer bei der laufenden Handball Weltmeisterschaft ist geplatzt. Die Nationalmannschaft hat den Einzug ins Endspiel der Handball Weltmeisterschaft verpasst. Die DHB-Auswahl verlor am Abend das Halbfinale in Hamburg gegen Norwegen mit 25:31 (12:14).

Damit bleibt für die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am Sonntag im dänischen Herning nur das Spiel um Bronze um Platz drei. Gegner ist dann Europameister Frankreich. Die Franzosen waren gegen Co-Gastgeber Dänemark chancenlos und unterlagen im zweiten Halbfinale am Ende mit 30:38 (15:17).

Damit kämpfen Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen und Mads Mensah am Sonntag gegen Norwegen um den WM-Titel, während es für Deutschland im Spiel um Bronze zum Duell mit Frankreich kommt. „Uns geht es beschissen, wir sind brutal enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft eine Leistung abzurufen, um Norwegen zu schlagen“, sprach ein niedergeschlagener Uwe Gensheimer nach dem Spiel. Der Mannschaftskapitän war mit sieben Toren wieder einmal bester Werfer für Deutschland, konnte die erste Niederlage im Turnier aber auch nicht verhindern.

Am Sonntag um 14:30 Uhr (live im ZDF) strebt die DHB-Auswahl dennoch den Gewinn einer Medaille an. „Wir werden heute enttäuscht sein, aber schon morgen geht der Blick zum Spiel auf Frankreich. Da wollen wir uns mit einer Medaille belohnen“, so Nationaltrainer Christian Prokop. Gegen Norwegen war besonders die Angriffsleistung von Deutschland zu schwach, um den Sprung ins Finale der Weltmeisterschaft zu schaffen. In einer hektischen und kampfbetonten Partie mit vielen Zeitstrafen präsentierte sich Deutschland im eigenen Angriff zu langsam und ideenlos, während die Abwehr wie schon in den bisherigen Turnierspielen überzeugte. Einzig die Achse Bjarte Myrhol – Sander Sagosen bekam Deutschland zu keiner Zeit in den Griff. Der Spielmacher von Paris St. Germain war der überragende Akteur auf dem Feld und setzte den ehemaligen Löwen Myrhol am Kreis immer wieder fantastisch in Szene. Das Duo kam zusammen auf zwölf Treffer. Deutschland lag schon zur Pause zurück und rannte auch in der zweiten Hälfte ständig einem Rückstand hinterher. In der 44. Spielminute sah Hendrik Pekeler nach seiner dritten Zeitstrafe zudem die rote Karte – eine zusätzliche Schwächung, die so sichere Abwehr hatte nun einige Lücken die Norwegen konsequent nutzte. Näher als 25:27 kam die DHB-Auswahl den Skandinaviern nicht mehr, am Ende gewann Norwegen sogar mit sechs Treffern Vorsprung.

Deutschland – Norwegen 25:31 (12:14)

Wolff, Heinevetter; Gensheimer (7/4), Lemke, Winczek, Suton (1), Wiede (5), Pekeler (1), Weinhold, Fäth, Groetzki (2), Häfner, Musche (1), Böhm (6), Kohlbacher (1), Drux (1)

Norwegen: Christensen, Bergerud; Sagosen (6), Myrhol (6), Jakobsen, Overby, Jondal (4), Björnsen (3), Gullerud (1), Johannessen (2), O`Sullivan (1), Tangen (1), Reinkind, Blonz, Röd (7), Hansen.

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