THW trifft Samstag auf die Füchse

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Es ist Deutschlands größtes Handball-Event, der erste Höhepunkt der Saison: Am Wochenende kämpfen vier Mannschaften der DKB Handball-Bundesliga beim REWE Final Four in der ausverkauften Hamburger Barclaycard-Arena um den DHB-Pokalsieg 2019 - und damit den ersten großen Titel der Spielzeit.

Der THW Kiel geht als Rekordhalter ins Rennen und will zum elften Mal in seiner Geschichte die Trophäe mit zurück in die Landeshauptstadt nehmen. "Das gleiche Ziel haben die anderen drei Mannschaften aber auch. Alle vier Teams wollen Sonntag dabei sein und den Pokal holen", sagt THW-Kapitän Domagoj Duvnjak, der im schweren zweiten Halbfinale gegen die Füchse Berlin (18:30 Uhr, live im Free-TV bei Sky Sport News HD) auch auf die Unterstützung der "weißen Wand" baut: "Ich hoffe, das unsere Fans wie 2017 auch in diesem Jahr ein Faktor sein werden. Wir brauchen sie in jeder Minute, sie geben uns Kraft!"

Das REWE Final Four in Hamburg ist Sehnsuchtsort aller Top-Handballer Deutschlands. "Das REWE Final Four ist eines der Highlights der Handball-Welt", sagt beispielsweise Andreas Wolff. "Es ist richtig geil, wieder dabei sein zu können." Auch Patrick Wiencek ist voller Vorfreude: "Das Event ist großartig, etwas ganz Besonderes", sagt der Kieler Kapitän, der wie Wolff, Duvnjak und viele andere Zebras den überraschenden Pokal-Erfolg 2017 noch vor Augen hat. "Was unsere Fans damals bei der Geburtsstunde der 'weißen Wand' an den zwei Tagen geleistet haben, war außergewöhnlich. Wir brauchen auch jetzt diese Unterstützung aus unserem Fanblock. Sie gibt uns Sicherheit und Energie, die wir brauchen werden, um die Füchse zu schlagen und in das Finale einzuziehen." Denn die Berliner, ergänzt Hendrik Pekeler, "spielen eine sehr harte Abwehr, die trotzdem nicht weit rausrückt. Wir müssen es schaffen, diese Abwehr in die Breite zu ziehen", gibt der THW-Kreisläufer die Marschroute für das Semi-Finale am Samstag vor: "Das wird extrem schwer."

Pekeler und Harald Reinkind nehmen beim diesjährigen REWE Final Four eine Sonderrolle ein, sind sie doch die einzigen beiden Teilnehmer am aktuellen Finalturnier, die ihren Vorjahrestitel an der Elbe verteidigen können. In der vergangenen Spielzeit triumphierten zum ersten Mal überhaupt die Rhein-Neckar Löwen in Hamburg. Die Löwen waren in dieser Saison im Viertelfinale nach Verlängerung mit 35:37 beim THW-Gegner Füchse Berlin gescheitert. Die Hauptstädter zuvor den Oranienburger HC (37:23), den TuS N-Lübbecke (33:26) und GWD Minden (31:26) aus dem Weg zum REWE Final Four geräumt.

Volker Zerbe, Sportdirektor der Füchse Berlin, erklärt: "Wir werden es genießen, in Hamburg zum dritten Mal dabei sein zu können. Und wir werden uns konsequent auf den THW Kiel vorbereiten, um eben am Sonntag erneut antreten zu können." Die Füchse, die zuletzt 2014 in Hamburg triumphierten, haben sich also einiges vorgenommen. Das weiß auch Duvnjak: "Die Berliner werden alles in dieses Spiel legen. Sie haben eine erfahrene Mannschaft, die weiß, mit der besonderen Atmosphäre und dem Druck umzugehen." Deshalb komme es für seine Mannschaft darauf an, so der kroatische Spielmacher des THW Kiel weiter, ins eigene Spiel zu finden. "Abwehr und Torhüter müssen eine starke Einheit bilden, damit wir gegen die aggressive Füchse-Abwehr unser Tempospiel aufziehen können. zu leichten Toren kommen können. Alle vier Mannschaften haben irgendwie ein Heimspiel in Hamburg, deshab müssen wir unsere Fans mitnehmen. Denn die Unterstützung aus unserem 'weiße Wand'-Block ist unglaublich wichtig!"

Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, freut sich wie alle Zebras auf das Wochenende in Hamburg: "Es war eines unserer Saisonziele, uns für Hamburg zu qualifizieren." Der Weg dahin führte den Rekordpokalsieger über das Erstrunden-Turnier in Göttingen mit den Erfolgen gegen TuSEM Essen (39:23) sowie Bayer Dormagen (44:27) hin zu den beiden Heimspielen gegen Leipzig (31:23) und MT Melsungen (31:19). Diese Reise soll nicht vorzeitig beendet sein, hofft Szilagyi: "Jetzt wollen wir natürlich die Füchse besiegen und am Sonntag das Finale spielen." Co-Trainer Filip Jicha, der als aktiver Spieler bei fünf Teilnahmen fünf Mal gewann, fordert bedingungslosen Einsatz von den Zebras: "Wir müssen am Sonnabend den aboluten Willen zeigen, um am Sonntag dabei zu sein. Dafür fahren wir nach Hamburg, und für diese Aufgabe wollen wir bereit sein."

Auch für Chef-Trainer Alfred Gislason ist die Vorfreude auf das REWE Final Four 2019 riesig. "Die vier Fanblöcke sorgen in Hamburg immer für eine außergewöhnliche Atmosphäre. Ich bin sehr dankbar, dies ein letztes Mal auf der Bank miterleben zu dürfen", sagt der Isländer, für den sein Abschied von diesem Saisonhighlight aber "völlig nebensächlich" ist. Denn Gislason würde nur zu gern bei seiner sechsten DHB-Finalrunden-Teilnahme mit den Schwarz-Weißen auch zum sechsten Mal mit seiner Mannschaft triumphieren: "Ich baue darauf, dass jeder Spieler aus meiner Mannschaft weiß, dass man alles geben muss, um Sonntag zu erreichen und dann dort zu gewinnen. Wir müssen sofort voll da sein!"

Das erste Halbfinale zwischen der TSV Hannover-Burgdorf, die erstmals in pinken Trikots auflaufen wird, und dem SC Magdeburg, Pokalsieger 1996 und 2016, wird Sonnabend um 15:50 Uhr angepfiffen. Das Spiel wird live in der ARD Sportschau im Free-TV und bei Sky übertragen. Die Partie zwischen den Zebras und den Füchsen ist dann ab 18:30 Uhr live im Free-TV bei Sky Sport News HD zu sehen. Das Finale am Sonntag wird um 15:10 Uhr angepfiffen und wird ebenfalls in der Sportschau und auf Sky gezeigt. Es geht um den ersten Titel der Saison: Auf geht's nach Hamburg, Kiel!

13.200 Zuschauer werden am Wochenende in der Hamburger Barclaycard-Arena mitfiebern, wenn der deutsche Pokalsieger beim REWE Final Four ermittelt wird. Gut 1200 von ihnen werden in den Blöcken U5, U8, U9 und im Oberrang O9 und O10 den Fanblock und mit allen anderen THW-Fans die weiß gekleidete und lautstarke "weiße Wand" bilden. Die THW-Fans sollen bei der Barclaycard-Arena bitte ausschließlich den Eingang "E1" (Ecke Hellgrundweg/Sylvesterallee) nutzen, um in die Arena zu kommen. Die Türen öffnen sich am Samstag um 13:50 Uhr und Sonntag um 14:20 Uhr. Die Wartezeit können sich die Zebra-Fans beim mobilen THW-Fanshop, der vor der Arena stehen und unter anderem auch die offiziellen THW-Eventshirts "11 Pokale müsst Ihr sein" im Angebot hat, vertreiben. In der Arena wird der THW-Fanshop direkt im Umlauf vor der THW-Fankurve öffnen. Dort gibt es unter anderem Trikots mit dem Wunschdruck des Lieblingsspielers. Am Fanshop in der Arena werden auch die "Wir sind Kiel"-Klatschpappen kostenlos ausgegeben. Patrick Wiencek freut sich riesig auf die Extra-Motivation durch die "weiße Wand": "Uns steht ein richtig schweres Halbfinale gegen Berlin bevor, da kommt es auf jede Stimme in unserem Fanblock an!"

 

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