RECKEN stehen vor dem Aus

Foto: Lächler

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Die Mienen bei den Spielern der TSV Hannover-Burgdorf sagten nach dem Hinspiel im Viertelfinale des EHF Cups alles aus. Gegen die Füchse Berlin mussten DIE RECKEN vor heimischem Publikum eine empfindliche 26:34 (14:15) Niederlage hinnehmen.

Damit sind die Chancen auf die erste Teilnahme am Finalturnier im EHF Cup auf ein Minimum gesunken. "Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und daher auch in der Höhe völlig verdient verloren. Trotzdem werden wir Berlin noch nicht zum Weiterkomen gratulieren, sondern in einer Woche nochmal alles geben", analysierte Timo Kastening (s. Foto) nach dem Hinspiel, was sich aus RECKEN-Sicht alle Beteiligten anders vorgestellt hatten.

Mangelnden Einsatz konnte man Niedersachsens Spitzenhandballern zwar nicht vorwerfen, aber wahrscheinlich eine Übermotiviertheit, die in kollektive Schockstarre umschlug. Die Gäste, die abgezockter, cleverer und auch erfahrener wirkten nutzten die RECKEN-Fehler gnadenlos aus. "Keine Frage, wir haben das heute zusammen verbockt", gestand Kastening die Niederlage selbstkritisch ein, die sich bereits in der Anfangsviertelstunde ankündigte, als DIE RECKEN durch zahlreiche Fehler schnell mit 5:10 in Rückstand gerieten.

Zwischen der 16. und 30. Minute bliesen die Hausherren, angetrieben von den lautstarken 4.000 Zuschauern in der RECKEN-Festung, zur erfolgreichen Aufholjagd. Beim 11:11 war der Ausgleich hergestellt, was vor allem am glänzend aufgelegten Torhüter Martin Ziemer und dem insgesamt elffachen Torschützen Morten Olsen lag, und hätte Berlins Paul Drux nicht kurz vor der Halbzeit das 14:15 markiert, wären die Hausherren mit einem Unentschieden in die Pause gegangen. Trotz des knappen Rückstandes hatte man aber das Gefühl, dass die Niedersachsen die Partie in der zweiten Halbzeit noch zu den eigenen Gunsten drehen könnten.

Doch dies änderte sich nach der Pause schlagartig, denn erneut hatten die Füchse den besseren Start für sich. "Wir haben in beiden Halbzeiten den Start verschlafen. Im ersten Durchgang konnten wir das noch aufholen, aber in der zweiten Halbzeit ist uns das nicht mehr gelungen", bilanzierte ein enttäuschter Trainer Carlos Ortega nach Spielende.

So setzten sich die Füchse kontinuierlich ab und proftierten dabei vor allem auch von den zahlreichen Fehlern der RECKEN. "Wir haben zwar ein gutes Spiel gemacht, aber Hannover ist uns heute auch ein Stück weit entgegengekommen. Normalerweise liegen keine acht Tore Unterschied zwischen beiden Teams und daher ist der Sieg in dieser Höhe für uns natürlich etwas überraschend. Trotzdem hat meine Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt", erklärte Füchse Trainer Velimir Petkovic.

Mit dem 26:34 Endstand nehmen DIE RECKEN eine entsprechend hohe Hypothek mit ins Rückspiel, dass in einer Woche in der Hauptstadt steigt. "Klar ist unsere Ausgangslage jetzt sehr bescheiden, aber es entspricht nicht meinem Naturell, jetzt schon aufzugeben und die weiße Fahne zu hissen. Wir müssen in Berlin alle zehn Minuten ein Tor aufholen und zwischendurch noch den einen oder anderen Gegenstoß laufen", so Timo Kastening.

Solle diese Rechnung aufgehen, würde sie nicht nur einem mittleren bis großem Handballwunder gleichkommen, sondern auch die Mienen der RECKEN-Profis deutlich aufhellen.

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