Köln ist ganz weit entfernt

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Das wird schwer. Das erste Viertelfinale der VELUX EHF Champions verlor die SG Flensburg-Handewitt gegen Telekom Veszprém mit 22:28 (15:15). Das Rückspiel steigt am 4. Mai um 17.30 Uhr in Ungarn.

Besser hätte es gar nicht anfangen können: Benjamin Buric verzückte gleich mit zwei Paraden die „Hölle Nord“. Auf der Gegenseite traf die Skandinavien-Fraktion um Magnus Jöndal, Magnus Röd und Rasmus Lauge. So hieß es nach fünf Minuten 3:0. Früh nahm Veszprém die ersten Positionswechsel vor. Benjamin Buric begeisterte mit einem tollen Fuß-Reflex, der einen Ball in Kopfhöhe abwehrte. Es reichte aber nicht, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten. Schnell stand es 4:4 im Vergleich der beiden 6:0-Deckungsverbände. Bei der SG hatte Tobias Karlsson zunächst Simon Hald neben sich, dann für einige Minuten Johannes Golla.

Vorn unterliefen der SG in dieser Phase zu viele Fehler. Plötzlich war Veszprém auf 6:9 enteilt. Maik Machulla beantragte sein erstes Team-Timeout. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, kam die akustische Rückendeckung von den Rängen. Die Zuschauer sahen nun einen alten Bekannten im Telekom-Trikot: Kentin Mahé fütterte gerne Andreas Nilsson mit seinem Pässen. Es wurde nun um jeden Zentimeter gerungen. Die Folge waren einige Zeitstrafen Veszpréms Abwehr-Stratege Mirzad Terzic war bald doppelt belastet, aber auch die SG musste einige Unterzahl-Situationen überstehen.
Die Hausherren rackerten unermüdlich. Holger Glandorf, der nun mit Rasmus Lauge und Göran Johannessen die zweite Reihe bildete, schaffte den Anschluss. Als Lasse Svan in kurzer Folge zwei Mal vor dem leeren Gehäuse aufkreuzte und jeweils einlochte, donnerte der Jubel durch das Rund. Für eine Halbzeit-Führung reichte es allerdings nicht. Vielmehr musste sich die SG bei Benjamin Buric bedanken, dass er mit einem gehaltenen Siebenmeter das 15:15-Remis rettete.

Mit Wiederbeginn stand im Kasten des ungarischen Rekordmeisters Roland Mikler, der glänzend in die Partie einstieg. Es dauerte satte fünf Minuten, bis Magnus Jöndal die „Hölle Nord“ erlöste. Allerdings war damit der „Bann“ nicht gebrochen. Veszprém schickte nun Goalgetter Petar Nenadic von der Bank. Beim 16:20 handelte Maik Machulla, er setzte auf Jim Gottfridsson. Spielverderber Roland Mikler raubte nach Magnus Jöndal nun auch Hampus Wanne einen Strafwurf. Die SG durchwanderte ein Tief. So verstrichen geschlagene zehn Minuten, ehe sich die Zuschauer wieder über ein Tor freuen konnte. Rasmus Lauge tankte sich durch.
Zwischendurch lag die SG mit sechs, ja sieben Treffern hinten. Maik Machulla brachte frische Kräfte: Torbjörn Bergerud hielt, Simon Jeppsson donnerte den Ball zum 19:24 in die Maschen. Die Fans entfachten ein tolles Spektakel, standen eisern zu ihren Lieblingen. Ergebnistechnisch war allerdings keine Wende möglich. Veszprém zog seinen Stiefel gekonnt durch und reiste mit einem beachtlichen Polster ab.

 SG Flensburg-Handewitt – Telekom Veszprém 22:28 (15:15)

SG Flensburg-Handewitt: Buric (10/1 Paraden), Bergerud (6/1 Paraden) – Karlsson, Golla, Hald, Glandorf, Svan, Wanne, Jøndal, Zachariassen, Johannessen, Gottfridsson, Lauge, Rød

Telekom Veszprém: Mikler (9/2 Paraden, ab 31.), Sterbik (5 Paraden) – Ilic, Nilsson, Nagy, Marguc, Terzic, Gajic, Blagotinsek, Tönnesen, Mahé, Lekai, Manaskov, Nenadic, Strlek

Schiedsrichter: Horacek/Novotny (Tschechien);

Zuschauer: 5000
Spielverlauf: 3:0 (5.), 3:2 (7.), 4:3 (10.), 5:4 (11.), 6:5 (13.), 6:9 (18.), 8:10 (19.), 9:12 (21.), 13:12 (25.), 13:14 (27.), 14:15 (28.) – 15:17 (33), 16:17 (35.), 16:22 (44.), 17:24 (46.), 20:24 (52.), 20:27 (57.), 21:28 (59.)

 

 

 

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01.06.2019 00:00
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Letzte Aktualisierung: 22.05.2019 19:11:46
Legende: ungespielt laufend gespielt