Europapokalbilanz Teil 3: EHF- u. Challengecup

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Pokal international
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Der EHF-Pokal, auch EHF-Cup, ist ein von der Europäischen Handballföderation (EHF) jährlich organisierter Europapokalwettbewerb für Vereinsmannschaften. Er bietet Handballvereinen aus kleineren Staaten sowie Vereinen, die nicht die Qualifikation zur EHF Champions League erreicht haben, die Möglichkeit zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb.

Der EHF-Pokal steht damit in seiner Wertigkeit hinter der Champions League und vor dem EHF Challenge Cup.

Der Vorläufer des heutigen Wettbewerbs wurde 1982 von der International Handball Federation (IHF) unter der Bezeichnung IHF-Pokal eingeführt. 1993 übernahm die Europäische Handballföderation die Organisation des Wettbewerbs, der seitdem EHF-Pokal heißt. In der Saison 2012/13 (Männer) wurde der Wettbewerb mit dem Europapokal der Pokalsieger vereinigt.

Seit der Zusammenlegung mit dem Europapokal der Pokalsieger in der Saison 2012/13 werden bei den Männern zunächst drei Qualifikationsrunden im K.-o.-System mit je einem Hin- und Rückspiel pro Runde ausgetragen, wobei in jeder Runde aufgrund ihrer Einstufung spielstärkere Teams hinzukommen. Die Runde der letzten 16 Mann-schaften wird in einer Gruppenphase durchgeführt, bei der sich die zwei Ersten jeder der vier Gruppen für das Viertelfinale qualifizieren. Ist auch der Gastgeber der Endrunde darunter, ist dieser automatisch für das Halbfinale gesetzt; der schlechteste Gruppenzweite scheidet aus und das Viertelfinale besteht aus drei Begegnungen. Das Halbfinale, das Finale und das Spiel um Platz drei werden im Rahmen eines Final-Four-Turniers ausgetragen.

Rangliste Nationen

 Platz   Nation    Titel
   1   Deutschland / DDR    24
   2   Spanien     5
   3   Rumänien     2
    Ungarn     2
    5   UdSSR / Rußland     1
    UdSSR / Litauen     1
    UdSSR / Ukraine     1
    Jugoslaw. / Kroatien     1
    Jugoslaw.  / Bosnien     1
     
                             Summe:    38

 

Das Ergebnis ist eindeutig. Der deutsche Verband beherrscht seit langer Zeit diesen Wettbewerb und dominiert mit 24 Siegen mit großem Abstand vor den Spaniern. Nimmt man die Zahlen vor dem Auseinanderfallen der UdSSR  und Jugoslawiens lägen diese auf Platz 3 (UdSSR) und 4 (Jugoslaw.).

Rangliste der Sieger

  Platz  Verein   Titel   Saison
   1   THW Kiel    4   1998, 2002, 2004, 2019
    FA Göppingen    4   2011, 2012, 2016, 2017
   3   SC Magdeburg    3   1999, 2001, 2007
   4   VfL Gummersbach    2   1982, 2009
    TBV Lemgo    2   2006, 2010
    Füchse Berlin    2   2015, 2018
    BM Granollers    2   1995, 1996
    HC Minaur Baia Mare    2   1985, 1988
   9   FC Barcelona    1    2003
    CBM Alzira Avidesa    1    1994
    CB Santander    1    1993
    SKIF Krasnodar    1    1990
    SIL Saporoschje    1    1982
    Györi  ETO KC    1    1986
    RK Metkovic    1    2000
    Pick Szeged    1    2014
    RK Borac Banja Luka    1    1991
    Granitas Kaunas    1    1987
    weitere 7 Teams  BRD  je 1x    7    diverse
                          Summe:  38  

 

 Aus Platzmangel wird hier  auf die Rangliste der deutschen Sieger verzichtet, weil sie sich aus der Rangliste der Siegervereine ergibt.

Der EHF Challenge Cup wird seit 2000 ausgetragen. Der Wettbewerb ist Nachfolger des Euro-City-Cups. Seit der Umbenennung in EHF Challenge Cup nehmen nur noch Mannschaften aus Ländern am Wettbewerb teil, die im EHF-Nationenranking eine Position ab Platz acht belegen. Die Verbände von Platz acht bis 13 senden einen Vertreter, die Verbände von Platz 14 bis 27 senden zwei Vertreter und die Länder von Rang 28 bis 40 entsenden drei Vertreter zum EHF Challenge Cup. 

Rangliste der Nationen

 Platz   Nation   Titel
    1   Rumänien      7
    2   Deutschland      6
    3   Portugal      3
    4   Dänemark      2
      Schweden      2
    6   Slowenien      1
    Schweiz      1
    Norwegen      1
    Serbien      1
    Weißrussland      1
    Griechenland      1

                                    Summe:          26

Rangliste der Sieger

  Platz   Verein   Titel   Saison
   1   UCM  Riseta      3    2007, 2008, 2009
   2   TuS Nettelstedt      2    1997, 1998
     Skjern Handbold      2    2002, 2003
     Sporting CP      2    2010, 2017
   5   Drammen HK      1    1996
    IFK Skövde HK      1    2004
    Wacker Thun      1    2005
    ABC Braga      1    2016
   AHC Potaissa Turda      1    2018
    TUSEM Essen      1    1994
    TV Niederwürzbach      1    1995
    SG Flensburg - Handewitt      1    1999
    TV Großwallstadt      1    2000
    RK Jugovic Kać      1    2001
    Steaua Bukarest      1    2006
    RK Koper      1    2011
    AO Diomidis Argos      1    2012
    SKA Minsk      1    2013
    IK Sävehof      1    2014
   HC Odorheiu Secuiesc      1    2015
   CSM Bukarest      1    2019

                                           Summe:       26

Wegen der Eindeutigkeit und aus Platzmangel verzichtet der Autor auch hier auf die Rangliste der deutschen Sieger. Seit 2000 gibt es natürlich keine deutschen Sieger mehr. Als der Cup noch unter Euro-City-Cup ausgespielt wurde, gewann die deutsche Bundesliga 6 von 7 Titel ( 86 %). Seit der Umbenennung in Challengecup und den veränderten Zugangsbedingungen sind Rumänien und Portugal auf dem Vormarsch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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