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Kein schöner Donnerstag

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die SG Flensburg-Handewitt büßte die Tabellenspitze in der Staffel A der EHF Champions League ein. Sie unterlag bei Vardar Skopje mit 26:31 (15:17). Die beste Effizienz zeigte Gøran Søgard mit sieben Toren.

Zum zweiten Mal musste die SG in dieser Saison vor einer „Anti-Kulisse“ antreten. Wie das Heimspiel gegen Kielce fand auch die Partie im „Sport Center Jane Sandanski“ ohne Zuschauer statt. Die Rufe hallten im leeren Rund, Lasse Svan und Domen Sikosek Pelko markierten die ersten Tore. Die SG hatte ein paar Probleme mit der 5:1-Defensive von Vardar. Hinten kassierten Magnus Rød und Mads Mensah erste Zeitstrafen, sodass Franz Semper und Gøran Søgard früher als geplant zu Einsatzzeiten kamen. Vardar schloss häufig durch die Mitte ab, sodass der dreifache deutsche Meister bald auf eine 5:1-Defensive umstellte. Torbjørn Bergerud stellte sich zwischen die Pfosten. Magnus Jøndal glich zum 10:10 aus, doch dann warf eine schlechte Phase die SG wieder mit vier Toren zurück. Wichtig, dass Gøran Søgard und Lasse Svan in den letzten 20 Sekunden vor der Pause gleich zwei Treffer erzielten.


Die SG agierte wieder im 6:0-Verbund. Es sah gut aus. Keine zwei Minuten waren vergangen, da hieß es bereits 17:17. Rückschläge blieben aber nicht aus. Vardar zog wieder auf 22:19 davon, Magnus Rød schied mit seiner dritten Zeitstrafe aus. In einem Team-Timeout ordnete Maik Machulla seine Deckung neu. Hampus Wanne wirbelte nun als Spitze gegen den Vardar-Rückraum. Allerdings musste auch der Schwede schnell für zwei Minuten auf die Bank. Vardar waren die vier Wochen ohne Spiel nicht anzumerken. Vor allem Stojanche Stoilov war am Kreis immer wieder ein Unruheherd. Zu allem Überfluss humpelte Gøran Søgard zur Bank. Nun tauchte Hampus Wanne im linken Rückraum auf. Pech hatte auch Torbjørn Bergerud, der einen unangenehmen Kopftreffer einstecken musste. Unter dem Strich summierte sich das Unglück zu einer Niederlage. Nach dem Abpfiff flog die SG zurück nach Sonderborg. Bereits am Sonntag steigt das 103. Landesderby.

Vardar Skopje – SG Flensburg-Handewitt 31:26 (17:15)

Vardar Skopje: Ristovski (4 Paraden), Kizic (2 Paraden) – Walczak (1), Stoilov (8), Dimitrioski, Georgievski, Dissinger (5), Jotic (5), Kalarash (1), Gadza, Cupic (4/2), Taleski (2), Dibirov (4), Vujin (1), Vekic

SG Flensburg-Handewitt: Buric (2 Paraden), Bergerud (6 Paraden, 15.-56.) – Hald, Svan (2), Wanne (2/2), Jøndal (4), Mensah (1), Søgard (7), Gottfridsson (2), Semper (2), Sikosek Pelko (3), Rød (3)

Schiedsrichter: Pavicevic/Raznatovic (Montenegro);

Zeitstrafen: 6:14 Minuten (Dissinger 6 – Rød 6, Hald 2, Wanne 2, Søgard 2, Mensah 2);

Rote Karten: Rød (42., dritte Hinausstellung), Dissinger (56., dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 2/2:2/2;

Zuschauer: 0
Spielverlauf: 0:2 (2.), 4:2 (7.), 5:4 (10.), 6:5 (11.), 8:5 (13.), 9:6 (13.), 10:7 (15.), 10:10 (17.), 11:11 (21.), 15:11 (27.), 16:12 (28.), 17:13 (30.) – 17:17 (32.), 18:18 (34.), 19:19 (35.), 22:19 (39.), 23:21 (45.), 25:21 (47.), 27:22 (52.), 29:23 (55.), 29:25 (57.), 31:25 (59.)

Maik Machulla, SG Trainer: „Wir sind enttäuscht, da wir hierhergekommen sind, um zwei Punkte zu holen. In den ersten 15 Minuten bekamen wir in der Abwehr keinen Zugriff und ließen immer wieder einfache Tore zu. In der 5:1-Abwehr ist Timur Dibirov einer der besten der Welt, uns unterliefen für unsere Verhältnisse dennoch ungewohnt viele technische Fehler. Die erste Halbzeit war nicht genug, dennoch hatten wir kurz nach der Pause noch alles in der Hand. Dann kassierten wir Zeitstrafen und gerieten an kreative Grenzen. Mads Mensah und Gøran Søgard schieden aus, Magnus Rød erhielt eine rote Karte. Hampus Wanne ließ den Ball gut laufen, aber er ist nun einmal kein gelernter Rückraumspieler. Wir müssen daran arbeiten, dass wir besser und aggressiver in ein Spiel hineinkommen.“

Lasse Svan, SG Kapitän: „Schade, die beiden Punkte wären wichtig gewesen. Wir sind enttäuscht, dass wir einige Dinge nicht so umsetzten, wie wir es besprochen hatten. Wir zeigten eine gute Moral, als wir einen Vier-Tore-Rückstand aufholten. Doch dann wurde es zu schwierig für uns.“

Stevce Alusevski, Vardar-Coach: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, da wir einen Monat lang kein Spiel, sondern nur Training hatten. Nun richten wir unser Fokus auf Porto, da wir wieder ein gutes Heimspiel zeigen wollen.“

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