Löwen überrollen Holstebro

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

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Zweites EHF-Cup-Spiel, zweiter Sieg. Mit einer nahezu perfekten Leistung haben die Rhein-Neckar Löwen am Samstagabend bei TTH Holstebro 35:27 (16:12) gewonnen und die Führung in Gruppe B übernommen.

Gegen von Beginn an deutlich unterlegene Dänen zogen die Löwen ein klar strukturiertes, zielstrebiges und nahezu fehlerloses Angriffsspiel auf. Als Jerry Tollbring in Minute 45 den Treffer zum 18:27 erzielte und die Löwen erstmals auf neun Tore davonzogen, war die Partie so gut wie entschieden.

Die Löwen waren mit einem Rumpfkader nach Dänemark gereist. Nicht weniger als 6 von 17 regulären Kaderkräften mussten sie ersetzen und ohne die verletzten Jesper Nielsen, Steffen Fäth, Romain Lagarde, den erkrankten Uwe Gensheimer, den werdenden Vater Ilija Abutovic und den im Wettbewerb nicht einsatzberechtigten Ymir Örn Gislason auskommen. Gemessen an der Personallage ist der Sieg in seiner Deutlichkeit und Souveränität gar nicht hoch genug zu bewerten.

Die Löwen erwischen einen tollen Start – in Person von Niclas Kirkeløkke. Zurück in seiner Heimat versenkt der Däne die ersten beiden Wurfversuche. Nach dem 0:2 berappelt sich Holstebro, stellt beim 3:3 auf Unentschieden (7.). Die Antwort der Löwen: eine Dreierserie. Patrick Groetzki, Gedeón Guardiola nach Steal von Jerry Tollbring und Kirkeløkke mit seinem dritten Tor katapultieren die Gelben zum 3:6 nach vorne (9.).

Holstebro reagiert mit der ersten Auszeit und dem dritten Treffer von Johan Meklenborg zum 4:6 (10.). Gegen die weiter offensive und sehr engagierte Löwen-Abwehr kommen die Dänen genauso wenig zurecht wie gegen den agilen Rückraum. Riesig sind die Lücken in der Defensive Holstebros. Mads Mensah nutzt eine davon zum 6:9 (16.). Weiter davonziehen können die Löwen zunächst nicht, weil der Gegner vor allem in der Abwehr einen Zahn zulegt. Als Meklenborg mit seinem vierten Tor auf 10:12 verkürzt, nimmt Löwen-Coach Kristjan Andresson die erste Auszeit (23.).

Andy Schmid per Schlagwurf und Patrick Groetzki nach seinem eigenen Ballklau stellen auf 10:14. Mit 12:16 nehmen die Löwen die Vier-Tore-Führung verdientermaßen mit in die Kabine. Offensiv spielen es die Gelben auf den Punkt und nahe am Optimum. Technische Fehler und Fehlwürfe sind die Seltenheit. Und defensiv schlägt sich Kirkeløkke bei seiner Premiere im Innenblock neben Gedeón Guardiola mehr als beachtlich – selbst gegen das Sieben-gegen-sechs von Holstebro. So kann es weitergehen!

Und das tut es auch. Andy Schmid mit einem Spaziergang durchs Zentrum und Alex Petersson nach der fünften Appelgren-Parade erhöhen auf 12:18 (32.). Mehr und mehr finden die Löwen Gefallen an dieser immer einseitiger werdenden Partie. Schmid mit einer Granate aus dem Handgelenk erzielt das 16:22 (37.). Mit den Paraden acht, neun und zehn bringt Kollege Appelgren die Vorentscheidung. Bei Tollbrings 18:27 ist das Spiel so gut wie gelaufen (45.).

Weil die Löwen aber gar keine Lust haben, langsam zu machen, wird es zwischenzeitlich gar zweistellig in Sachen Vorsprung. Der eingewechselte Tim Ganz ist es, der das 21:31 markiert (50.). Erst als sich in den letzten Minuten einige Leichtsinnsfehler einschleichen, steht es am Ende 27:35. Ein Löwen-Sieg, der sich sehen lassen kann. Bravo, Jungs!

TTH Holstebro – Rhein-Neckar Löwen 27:35 (12:16)

Holstebro: Gade (ab 25.), Frandsen – Flaeng, Kofoed, Mikkelsen (1), Morup, Damgaard, Lindholt, Bramming (7/2), Bay, Enderleit, Kildelund (5), Meklenborg (8/1), Porup (3), Balling (3), Sörensen

Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (4/1), Kirkeløkke (3), Tollbring (5), Mensah (5), Groetzki (3), Schneibel (1), Guardiola (2), Petersson (4), Ganz (1), Kohlbacher (7)

Trainer: Patrick Westerholm – Kristjan Andresson

Schiedsrichter: Tomislav Cindric / Robert Gonzurek (Kroatien)

Strafminuten: Mikkelsen (4), Meklenborg (2), Sörensen (2) – Kirkeløkke (2), Kohlbacher (2)

Siebenmeter: 3/4 – 1/1

Holstebro: Palicka hält Siebenmeter von Bramming (44.)

Spielfilm: 0:2, 1:3, 3:3, 3:6, 6:9, 8:10, 10:12, 10:14, 12:16 (HZ), 12:18, 14:19, 17:23, 17:25, 20:28, 21:31, 25:32, 26:33, 27:35 (EN)

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